Dienstag, 17. Oktober 2017

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Die Kleinen rüsten sich fürs Gelände Zwerge auf Stelzen - die neuen SUV-Kleinwagen

SUVs in klein: Der Trend zu Gelände-Flitzern
Fotos
TMN / Peugeot

2. Teil: Die deutschen Hersteller haben den Trend lange Zeit verschlafen

Ebenfalls ganz vorn auf der Welle reiten die sonst bei SUV bislang eher zurückhaltenden Franzosen: Peugeot Börsen-Chart zeigen und Renault Börsen-Chart zeigen haben mit 2008 und Captur bereits entsprechende Modelle im Rennen und diese mit Blick auf die neuen Konkurrenten gerade gründlich überarbeitet.

Und als Dritter im Bunde kommt jetzt Citroën dazu. Dort wird der kleine Van C3 Picasso in diesem Herbst vom neuen C3 Aircross ersetzt, der ebenfalls mit erhöhter Bodenfreiheit und robuster Plastik-Beplankung antritt. Allerdings legt Citroën-Chefin Linda Jackson Wert darauf, dass der Aircross ansonsten kein typisches SUV ist. Erstens, weil ihm der Allrad fehlt. Und zweitens, weil er weder Trutzburg noch Aggressor sein will. Sein Design ist betont weich und freundlich. Innen geht es eher um Komfort und Wohlbefinden als um den Straßenkampf, der sonst so gerne im Großstadtdschungel tobt: Entspannung, nicht Anspannung - so lautet das Motto der Franzosen.

Die deutschen Hersteller haben diesen Trend dagegen lange Zeit verschlafen. Der Ford Ecosport ist fast schon wieder eine Nummer zu klein, Audi Börsen-Chart zeigen Q2 und Mini Countryman zu groß und zu teuer für die breite Masse. Nur Opel hat sich mit dem Mokka X so früh so gut aufgestellt, dass sich die Hessen nun sogar eine Doppelspitze leisten können.

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Denn wem der im vergangenen Herbst aufgefrischte Mokka X zu groß, zu teuer und zu nah am echten Geländewagen ist, dem bieten sie ab 16.850 Euro nun auch den etwas kleineren und abseits der Straße weniger ambitionierten Crossland X an. Als Nachfolger des Meriva ist er trotz des robusten Auftretens im Herzen noch immer ein Van in trendiger Verkleidung, der innen eine variable Bestuhlung und einen großen Kofferraum bietet.

Auch der VW-Konzern bläst zur Offensive. Den Anfang macht die spanische Tochter Seat Börsen-Chart zeigen, die dem erfolgreich gestarteten Ateca zum Jahreswechsel den Arona zur Seite stellt. Mit einer Länge von 4,14 Metern überragt er den neuen Ibiza um acht Zentimeter, ist aber vor allem zehn Zentimeter höher als der konventionelle Kleinwagen, teilt der Hersteller mit. So bietet er nicht nur mehr Platz und einen mit 400 Liter größeren Kofferraum, sondern auch ein erhabenes Fahrgefühl und den besseren Überblick.

Dabei wird es allerdings nicht bleiben. Sondern auf der gleichen Plattform will auch die Muttermarke in diesem Boom-Segment mitmischen. Deshalb hat VW für die IAA im September in Frankfurt bereits die Publikumspremiere eines kleinen Tiguan-Bruders angekündigt, der sich an der Studie T-Roc orientieren soll. Und während bei Seat aktuell von Allradantrieb noch keine Rede ist, stellt VW-Entwicklungschef Frank Welsch für das Modell aus Wolfsburg auch die 4Motion-Varianten in Aussicht.

Marktbeobachter Dudenhöffer wundert sich nicht über die Schwemme der SUV-Zwerge: "So wie alle Welt vom Erfolg der kleinen Premium-Modelle á la Mini überrascht wurde, machen nun ein Tick Ironman und das Gelände-Feeling die kleinen SUV zum next big thing". Und da ist in seinen Augen noch viel Spielraum: Denn auch bei den kleinen SUV könne man den Crossover-Gedanken weitersinnen und sich noch viele spannende Karosserievarianten vorstellen. "Wer sagt denn, dass nicht bald auch die SUV-Coupés, die SUV-Cabrios oder gar die elektrischen Crossover eine Nummer kleiner werden?"

Thomas Geiger, dpa

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