Montag, 20. August 2018

Kaufberatung für E-Bikes Akku, Motor, Schaltung: Das müssen E-Bike-Käufer wissen

E-Bikes gibt es heute fast bei allen Fahrradgattungen. So können sich auch Mountainbiker elektrisch unterstützen lassen.
Tobias Hase/dpa-tmn
E-Bikes gibt es heute fast bei allen Fahrradgattungen. So können sich auch Mountainbiker elektrisch unterstützen lassen.

Der Boom der E-Bikes ist ungebrochen. Viele Menschen wollen nicht mehr auf den eingebauten Rückenwind beim Radfahren verzichten: Der Zweirad-Industrie-Verband verzeichnet für 2017 mit 720.000 in Deutschland verkauften Exemplaren ein Plus von fast einem Fünftel (19 Prozent) gegenüber dem Vorjahr.

Ein Grund ist die mittlerweile große Modellvielfalt - vom E-Trekkingrad über das E-Lastenrad bis zum E-Mountainbike. Selbst E-Falträder gibt es. Für Kaufinteressenten stellen sich damit eine Menge Fragen. Denn nicht nur ist die Produktvielfalt riesig; auch die Technik ist komplizierter als bei einem Fahrrad ohne Motor. Die Anschaffung erfordert eine Menge Entscheidungen. Hier sind die wichtigsten Kriterien im Überblick.

Einsatzzweck und Preis: Was muss es können, was darf es kosten?

"Beim Kauf sollte man den Einsatzbereich abstecken", sagt René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). "Das entscheidet über die Art des Rades." Für viele Radfahrer eigne sich ein E-Trekkingrad, mit dem man sowohl auf der Straße wie auch auf Feldwegen gut zurecht kommt. Wer Sport treibt, für den kann etwa ein E-Rennrad oder ein E-Mountainbike passend sein.

Auf ein faltbares E-Rad im Kleinformat zurückgreifen könnten womöglich Pendler, die auch öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Denn das nimmt in der Bahn nicht viel Platz ein. Wer ein S-Pedelec ins Auge fasst, das statt bis 25 bis zu 45 km/h unterstützt und rechtlich als versicherungspflichtiges Kleinkraftrad gilt, sollte wissen: Kinderanhänger sind bei dieser Art E-Bikes nicht erlaubt.

Filippek rät von Rädern unter 1800 Euro ab. Weil allein die Elektrokomponenten viel Geld kosteten, laufe man bei günstigeren Rädern, etwa von Discountern oder aus dem Baumarkt Gefahr, dass die übrigen Fahrradkomponenten von minderwertiger Qualität sind. Bei S-Pedelecs mit einem 500 Watt statt 250 Watt starken E-Motor nennt er eine Richtschnur von 2500 Euro. Wer sparen möchte, findet bei Herstellern und großen Händlern auch reduzierte Ausstellungsstücke oder Räder aus der Vorsaison.

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