Freitag, 29. Juli 2016

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Hochgerüstete Wellness-Elektronik im Auto Dein Sitz weiß, was du jetzt brauchst

Autositze: Massagen mit Druckluft und heißen Steinen
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TMN

Kühlen, heizen, massieren war nur der Anfang: Mit immer aufwendigerer Elektronik werden Autositze zu Wellnessmöbeln aufgerüstet, die sich dem Gemüts- und Gesundheitszustand der Insassen anpassen.

Erst ein langer Flug, dann zwei zähe Besprechungen und jetzt auch noch Stunden im Stau - bei so einem Tagespensum kann jeder weitere Kilometer zur Qual werden. Die Augen brennen, die Muskeln spannen und vom Rücken aus macht sich ein stechender Schmerz bemerkbar!

Höchste Zeit für ein bisschen Wellness - oder für den Wechsel in ein Auto wie den Kia Telluride. Denn wer auf den Einzelsesseln im Fond des luxuriösen SUV fährt, erlebt die Wellness schon im Wagen, verspricht der koreanische Hersteller: Sogenannte Smart Sensors erfassen Vitaldaten wie Herzrhythmus und Pulsschlag der Insassen und starten auf dieser Basis ein individuelles Entspannungsprogramm bis hin zu einer belebenden Beleuchtung aus einem im Dachhimmel integrierten LED-System.

Der Wellness-Sitz im Fond des Geländewagens ist zwar wie das gesamte Auto noch Zukunftsmusik, denn bislang gibt es den großen Kia nur als Einzelstück. Doch die Hersteller und ihre Zulieferer arbeiten mit Hochdruck an einer neuen Generation von Sitzmöbeln, die das Wohlbefinden an Bord steigern.

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Schon jetzt bieten Luxuslimousinen wie die Mercedes S-Klasse statt einer konventionellen Sitzklimatisierung auf Knopfdruck eine Hot-Stone-Massage. Aber noch müssen die Passagiere diese selbst aktivieren und entsprechend einstellen. Im Auto von morgen dagegen weiß die Elektronik womöglich besser und vor allem früher als die Passagiere, wann es Zeit für etwas Wellness im Wagen ist. "Der Sitz wird sozusagen zum Partner des Fahrers für Komfort und Gesundheit", sagt Detlef Jürss, der beim Zulieferer Johnson Controls die entsprechende Sparte leitet.

Dafür hat zum Beispiel der Zulieferer Faurecia aus Stadthagen gemeinsam mit der NASA und der Ohio State University das Active Wellness-Sitzsystem entwickelt. Mit integrierten Sensoren ermittelt es dem Hersteller zufolge die Herzfrequenz und den Atemrhythmus. Passend zum jeweiligen Zustand des Nutzers startet es ein speziell angepasstes Massageprogramm und leitet frische Luft durch das Sitz-Belüftungssystem, was ermüdete Fahrer wieder in Form bringt oder gestresste Fahrer entspannt.

Dabei erfasst die Elektronik auch die Daten von Fitness-Trackern oder Sportuhren und berücksichtigt so die Aktivitäten vor der Abfahrt, erläutert Forschungschef Robert Huber. Wer gerade vom Joggen kommt, erfährt deshalb eine andere Sitzbehandlung als ein Autofahrer, der den ganzen Tag am Schreibtisch verbracht hat.

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