Montag, 19. November 2018

Aston Martin Rapide "Der schönste Viertürer der Welt"

Einer klaren Form und einer schönen Silhouette hat sich Aston Martin verschrieben. Auf der Motorshow in Detroit stellte der Hersteller seine Studie Rapide vor, einen luxuriösen wie leistungsstarken Viertürer. Eventuell wird der Wagen sogar gebaut.

Detroit - Aston Martin zeigt ein Herz für Besserverdiener mit Familie. Während eine Ausfahrt in den Sportwagen der britischen Ford-Tochter bislang nur allein stehenden Gentleman mit dicker Brieftasche oder gut situierten Paaren vorbehalten war, können vielleicht schon bald auch Kind und Kegel mit auf die Reise oder die Rundstrecke gehen.

Nein, nein - der Shooting Brake als sportliche Interpretation des Luxus-Kombis kommt nicht zurück. Doch zumindest liebäugelt die noble Manufaktur aus dem Königreich mit einem Viertürer und hat deshalb unter lautem Beifall auf der Motorshow in Detroit als siebte Neuheit binnen zweieinhalb Jahren die Studie Rapide enthüllt.

 Hier wohnt die Kraft: Wer Aston Martin sagt, tut sich auch leicht mit dem Wort Zwölfzylinder. In diesem Fall hat die Maschine 6 Liter Hubraum, das sollte genügen  So kann man es aushalten: Für die Passagiere in der zweiten Reihe gibt es ausreichend Bein- und Kopffreiheit sowie Unterhaltungsprogramm auf den Monitoren im vorderen Gestühl  Drehen, drücken, schieben: Die Armaturentafel des Prototyps zeigt, dass Aston Martin keine Design-Experimente wünscht. Die Nobeluhr in der Mitte kann übrigens auch als Taschenchronograf genutzt werden  Alles auf mein Kommando: Der Fahrerplatz des Rapide. Hier werden vielleicht schon in drei Jahren anglophile und vor allem solvente Familienväter Platz nehmen
 Champagnerbar in Kofferraum: In speziellen Boxen im Fond des Aston Martin Rapide sind Gläser und Flaschen untergebracht, außerdem ist ein Schachspiel stets an Bord  Vier Türen sind genug: Das klassische Öffnungsschema einer Limousine kombiniert der Aston Martin Rapide mit den Proportionen eines Coupés  Offen für Familien: Vier ordentliche Sitzplätze und dazu ein Gepäckraum, der seinen Namen verdient. Aston Martin denkt über dieses Auto ernsthaft nach  Es werde Licht: Ein Glasdach lässt ausreichend Helligkeit in den Innenraum des Aston Martin Rapide, auf Knopfdruck können die Scheiben abgedunkelt werden

Aston Martin Rapide: Die Antwort auf den Porsche Panamera
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"Ein Sportwagen lässt sich nicht einfach durch die Zahl der Türen bestimmen", sagt Ulrich Bez. "Auch ein Viertürer kann durchaus das Design und die Performance eines Sportwagens haben", belehrt der schwäbelnde Chef von "Äschdn Marddin" und lenkt den Blick auf ein lang gestrecktes Coupé mit vier Türen, das seinem Namen schon im Stand alle Ehre macht. Denn fast alles an diesem Wagen stürmt förmlich nach vorn - die Motorhaube ist lang über den knapp 500 PS starken Zwölfzylindermotor gestreckt, die markanten LED-Scheinwerfer sind große Tropfen im schnellen Wind, der fließende Bogen des Daches duckt sich tief zur Straße, und das Heck ist kurz und knackig wie bei den Zweitürern Vantage und DB9.

Um Platz für die beiden zusätzlichen Türen zu schaffen, ist der Rapide gegenüber dem DB9 um 30 Zentimeter auf exakt fünf Meter gewachsen. Außerdem wurde der Radstand von 2,74 auf 2,99 Meter gestreckt und damit innen so viel Raum gewonnen, dass man nun erstmals von einem 2+2-Sitzer sprechen kann. Weil Rahmen und Karosserie aus Aluminium und Kohlefaser bestehen, schlägt das Wachstum dabei nur mit 140 Extra-Kilo zu Buche.

Einer klaren Form und einer schönen Silhouette verpflichtet, hat Designchef Marek Reichman beim "schönsten Viertürer der Welt" auf die üblichen Gimmicks zur Tarnung der hinteren Türen verzichtet. Deshalb gibt es weder einen gegenläufigen Anschlag noch versteckte Griffe, sondern einfach zwei etwas kleinere Türen, die den Blick auf zwei feudale Einzelsessel freigeben. Zwar sollten dort nicht unbedingt Basketballprofis auf lange Reisen gehen, doch sind die beiden Plätze im Fond allemal mehr als ein Alibi und damit bequemer als in jedem anderen Aston Martin.

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