Automanager magazin RSS  - Auto - Auto


26.12.2008
Twitter GooglePlus Facebook

Mercedes-Elektroautos

Die blaue Null

Von Tom Grünweg

2. Teil: Technik im doppelten Boden

Die neue Blue-Zero-Flotte ist auch eine späte Genugtuung für die Entwickler der jetzt elf Jahre alten A-Klasse, die mittlerweile in der zweiten Generation fährt und mit der B-Klasse einen großen Bruder bekam. Bislang wurden die Konstrukteure wegen des doppelten Bodens des Fahrzeugs (der sogenannten Sandwich-Bauweise) stets gescholten. Nun aber erweist sich genau dies als Glücksgriff, weil darin die Zusatzkomponenten der Elektroantriebe untergebracht werden: Ob Batterie oder Brennstoffzelle - alles verschwindet Unterflur.

Während andere Elektroautos wie der Tesla Roadster oder der Mini E Stauraum oder gleich die Rückbank opfern müssen, bleiben beim Mercedes-Stromer alle fünf Sitze erhalten, und der Laderaum fasst mehr als 500 Liter. Außerdem seien die teuren Komponenten im Souterrain besonders Crash-sicher untergebracht und senkten obendrein den Schwerpunkt, argumentieren die Techniker.

Der gravierende Schönheitsfehler des Konzepts: Es lässt sich noch nicht umsetzen. Für Kleinserien taugt die Technik immerhin, weshalb noch auf Basis der aktuellen B-Klasse im nächsten Jahr weitere Brennstoffzellenautos und ab 2010 auch ein Elektro-Mercedes gebaut werden soll. Doch für nennenswerte Stückzahlen mangelt es sowohl an einer Infrastruktur für Wasserstoff wie auch für Batterien.

Mercedes und Evonik bauen Lithium-Ionen-Batterien

Doch zumindest dieses Problem will Mercedes nun selbst in die Hand nehmen. Nachdem die Zulieferer offenbar nicht schnell genug vorankommen und die Schwaben bereits mehr als 600 Patente rund um das Thema batteriegetriebene Fahrzeuge halten, starten sie nun eine eigene Batterieproduktion. In einem Joint Venture mit dem Energieversorger Evonik wollen beide Großkonzerne die Entwicklung und Herstellung von Batteriezellen und -systemen vorantreiben.

Weil die Evonik-Tochter Li-Tec über serienfähige Batterien verfügt und Mercedes über das nötige Pkw-Wissen, soll die Technik bereits kurzfristig in Mercedes-Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Für die Zukunft planen beide Unternehmen, die Hightech-Batterien auch an Dritte weiterzuverkaufen.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Weitere Artikel zu Diesem Thema

E-Bike-Studie von Audi
Zwei Räder für ein Halleluja
Oldtimer-Restaurierung
Aus alt mach kostbar
Neue Familienautos
Vans in Hemdsärmeln
Die Neuheiten der Auto China
Plagiate und Prestigeobjekte

© manager magazin online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken