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23.01.2008
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Hot Wheels

Heiße Flitzer

Von Jürgen Pander

2. Teil: Der rote Faden

Der rote Faden

Auch zum Namen gibt es eine hübsche Legende. Angeblich sah Handler auf dem Firmenparkplatz den Hot Rod von Designer Bradley, war beeindruckt von dem Auto und sagte: "Man, those are some hot wheels." Damit die kleinen Renner sich auch auf den ersten Blick von allen anderen Autos in der Spielzeugkiste unterscheiden ließen, erhielten alle einen dünnen roten Streifen auf den schwarzen Plastikrädern. Das blieb so bis 1977, heute sind vor allem diese "Redliners" unter Sammlern sehr begehrt.

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Längst nämlich gibt es neben den Kindern, die auf die rasanten Autos abfahren, auch Tausende von Erwachsenen, die in Erinnerung an ihre Kinderzimmer-Rasereien die kleinen Modelle nun in Vitrinen sammeln.

Wie stets, wenn die Sammelleidenschaft überschäumt, gibt es Extreme: So zahlte ein Hot-Wheels-Fan im Jahr 2000 rund 72.000 Dollar für ein originalverpacktes Modell namens Beach Bomb - einen VW-Bulli, in dessen Flanke ein Surfbrett steckt. Und in Sammlerkreisen heißt es, dass manche Hot-Wheels-Fuhrparks auf einen Wert von mehr als einer Million Dollar taxiert werden.

Hierzulande kümmert sich der Club "Hot Wheels Collectors Germany", der rund 170 Mitglieder aus ganz Europa hat, um die Belange der Modellauto-Sammler. Zum Jahrestreffen reisen die Gäste aus Holland, Frankreich, Tschechien und der Schweiz an.

Doch selbst unter den Fans besitzt keiner eine originalverpakte Ikone der deutschen Hot-Wheeler - einen VW Bug (Käfer) NSR, eine spezielle Version, die damals nur in Deutschland verkauft wurde. Die Besonderheit des Autos: es hat kein Schiebedach, deshalb auch der Zusatz NSR für "no sunroof". Wer auf solch ein Hot-Wheels-Juwel stieße, könnte nach Insiderschätzungen leicht 2000 bis 3000 Dollar auf dem Sammlermarkt erlösen.

Aber: Zuallererst sind die flotten Autos noch immer Spielzeuge für Kinder. Pro Jahr verkauft Mattel zirka fünf Millionen Hot-Wheels-Modelle in Deutschland. Je nach Spielwarengeschäft und Typ kosten die Autos zwischen einem und zwei Euro. Da heißt es Taschengeld sparen, denn in diesem Jahr steht ja aufgrund des Jubiläums eine Modellflut an. Unter anderem mit Audi R8, Chevrolet Grand Sport, VW Fastback, Pontiac GTO, Custom Chevy und all den anderen heißen Reifen.

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