Von Jürgen Pander
Mattel-Mitbegründer Elliott Handler war es leid, mit seinen Enkelkindern und deren Modellautos zu spielen. Die kleinen Fahrzeuge wollten einfach nicht flott über den Fußboden rollen, sondern blieben immer nach ein paar Zentimetern stehen.
Als eine kleine Metallgussfabrik im kalifornischen Hawthorne zum Verkauf stand, erstand Handler die Anlage kurzerhand - und machte sich gemeinsam mit dem ehemaligen Raketeningenieur Jack Ryan und dem Ex-Autodesigner Harry Bradley daran, bessere Spielzeugautos zu entwickeln.
Ryan und Bradley griffen tief in die Trickkiste: Als Achsen kamen dünne Musiksaiten zum Einsatz, die in Plastiklagern steckten. Die kleinen Rädchen daran ließen sich so leicht und schnell drehen wie bei keinem anderen Spielzeugauto.
Auch optisch fielen die Renner auf, denn die Metallformen wurden erst auf Hochglanz poliert und anschließend mit leicht transparenten Farben lackiert - Metallic-Look im Kinderzimmer, das hatte es zuvor noch nie gegeben.
Mit 16 Autos startete der US-Spielzeugkonzern Mattel 1968 die Modellautoserie Hot Wheels. Die kleinen Flitzer revolutionierten seinerzeit den Kinderzimmer-Fuhrpark, denn sie waren bunter, poppiger und vor allem schneller als alle anderen erhältlichen Spielzeugautos.
Unmittelbar nach dem Debüt der neuen Hot-Wheels-Spielzeugautos begann die Triumphfahrt der Mobile im Maßstab 1:64. Bis heute wurden mehr als drei Milliarden Exemplare gefertigt - und etwa 800 Modelle in rund 11.000 Variationen aufgelegt.
Allein 40 neue Typen kommen in diesem Jahr, anlässlich des 40. Jubiläums der Marke hinzu. Und quasi als Sahnehäubchen obendrauf gibt es weitere sieben Sondermodelle speziell für Sammler in den USA, von denen sechs von Autodesignern und eines vom Hot-Wheels-Designteam gestaltet wurden.
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