19.01.2003
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Dodge Tomahawk

Röhrendes Statement gegen das Mittelmaß

Warum Vernunft walten lassen, wenn der Wahnsinn die besseren Produkte hervorbringt? Jüngstes Beispiel dieser Philosophie: Das 500-PS-Bike Dodge Tomahawk - ein Vehikel jenseits aller Rationalität.

Detroit - Wenn es an gewitzten Auto-Ideen mangelt, biegen Entwickler mitunter in die Welt der Phantasie ab. Bei der DaimlerChrysler-Marke Dodge ist dies derzeit auf der Detroit Motor Show zu besichtigen: Dort steht ein Vehikel des Wahnsinns.

  Zerstörerisch wie ein ausgegrabenes Kriegsbeil:  Die Tomahawk
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Zerstörerisch wie ein ausgegrabenes Kriegsbeil: Die Tomahawk

"Pack das Leben bei den Hörnern", umschreibt Daimler-Chrysler-Chefdesigner Trevor Creed die Markenphilosophie von Dodge. Und mit Blick auf das Modell Tomahawk fügt er an: "Bei diesem Fahrzeug ist es sogar lebenswichtig, nach allem zu greifen, was festen Halt verleiht."

Es könnte sonst nämlich passieren, dass das Geschoss mit dem indianischen Namen fahrerlos davonjagt. Und das wäre ähnlich zerstörerisch, als würde man das Kriegsbeil ausgraben. Denn das vierrädrige Fahrzeug Tomahawk besteht im Grunde nur aus Motor.

Bei dem Triebwerk handelt es sich um das aus dem Supersportwagen Dodge Viper, um nämlich einen V10-Motor mit 8,3 Liter Hubraum und einer Leistung von 500 PS. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit des einsitzigen Gefährts mit stilistischen Art-Dèco-Anklängen liegt bei mehr als 676 km/h - überprüft hat das noch keiner.

"Wow" und "Warum?"

Die übliche Reaktion auf das silbrig glitzernde Monstrum beschränke sich auf zwei kleine Wörter, heißt es bei Dodge: "Wow" und "Warum?". Die Antwort auf das Warum fällt erwartungsgemäß blumig aus.

  "Das Leben bei den Hörnern packen":  Chrysler-Vize Wolfgang Bernhard ließ sich nicht bitten
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Trevor Creed sagt: "Der Tomahawk ist ein unverhohlenes Statement gegen die Mittelmäßigkeit. Und er ist ein Beispiel dafür, was kreative Köpfe austüfteln, wenn sie die Gelegenheit bekommen, ohne Schere im Kopf zu entwickeln."

Man muss das Fahrzeug wohl als eine Art Skulptur sehen. Und als ein Spiel mit den Möglichkeiten, die eben nur bei Konzeptfahrzeugen gegeben sind. Obwohl - der Tomahawk ist eine fahrbereite Skulptur. Sobald der Motor läuft, zuckt das Gerät in alle Richtungen.

"Die Maschine klingt wie ein kleines Flugzeug", sagt einer, der bei laufendem Motor daneben stand. Wer weiß, ob nicht irgendwann doch jemand so ein Gefährt kaufen will. Es gibt immerhin schon ein US-Motorrad namens Boss Hoss mit einem auch schon monströsen V8-Motor von Chevrolet.

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