Dienstag, 12. Dezember 2017

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Kleiner als ein Fußballtor, aber mit Küche und Bad Sind Mini-Häuser die Zukunft des Wohnens?

Tiny Houses: Wie Mini-Häuser Raumnot lindern könnten
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Alexander Heinl/dpa-tmn

Schlafen, kochen, duschen und noch bis zu zwei Übernachtungsgäste empfangen: Das alles ist in einem Tiny House möglich - auf im Schnitt 6,4 Quadratmetern Fläche. Zum Vergleich: Ein gängiges Fußballtor hat rund 18 Quadratmeter. "Tiny" heißt winzig, und das englische Wort "house" für Haus ist in diesem Fall fast zu weit gegriffen. Mit "Tiny Houses" werden Gebäude in der Machart kleiner Hütten bezeichnet. Sie bieten dennoch gut ausgestattete Wohnbereiche.

Auf kleinster Fläche nutzen die Häuschen jeden Kubikmeter durchdacht aus, um möglichst viel Wohnraum zu schaffen - mit allem, was ein Mensch in der Regel so braucht.

Vor allem in den USA sind die Häuser beliebt. Dort gibt es kaum Vorgaben zum Standort und zu Baugenehmigungen. Auf Anhängern lassen sich die Hütten leicht und schnell durchs Land fahren. In Deutschland dagegen darf ein Wohnwagen maximal zwei Wochen auf öffentlichen Plätzen und Straßen parken, und auch das dauerhafte Wohnen in so einem Häuschen ist nicht an jedem Fleck möglich. Außerdem machen Bauordnungen und Bebauungspläne Vorgaben.

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In Deutschland existieren bisher nur wenige Tiny Houses - und viele sind von Architekten als Projekte initiiert, die gerechteres und faireres Wohnen illustrieren sollen. Denn der Bau und Unterhalt solch kleiner Wohnräume spart natürlich Geld.

Zum Beispiel wirbt die Tinyhouse University, ein Berliner Kollektiv aus Gestaltern, Bildungsaktivisten und Flüchtlingen, sowie die wohnungspolitische Initiative Co-Being House mit dem Konzept der 100-Euro-Wohnung. Das Tiny House sei die kleinste Wohnung Deutschlands auf einer Fläche von 2 mal 3,20 Metern, könnte aufgrund ihrer Größe 100 Euro Monatsmiete kosten und soll alle Grundbedürfnisse einer Person abdecken. Es gibt einen Wohnbereich mit Sessel, Küche, Schlafbereich und sogar einen Arbeitsplatz. Möglich machen das schnell verwandelbare Multifunktionsbereiche, aber auch eine Deckenhöhe von 3,60 Metern. So kommt etwa das Bett auf eine Galerie unter dem Dach.

Und wie lebt es sich in einem Tiny House? Jan Fritsche verbringt als Betreuer des Ausstellungsbereichs auf dem Bauhaus-Campus in Berlin viel Zeit in dem kleinen Häuschen. "Man hat hier alles, was man braucht", lautet sein Fazit. Sogar Platz für Besuch von Freunden im multifunktionalen Wohnzimmer gibt es.

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