Dienstag, 28. Juni 2016

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Patente Autobauer Tesla gibt Technologie frei - und prüft Teamarbeit mit BMW

Tesla-Gründer Elon Musk: "Unsere wahre Konkurrenz sind nicht die wenigen Elektroautos, die nicht von Tesla kommen, sondern die Flut der Wagen mit Verbrennungsmotor"

Der Elektroauto-Spezialist Tesla lässt alle Wettbewerber seine Technologien kostenlos nutzen. Tesla-Gründer Elon Musk lieferte dazu in einem Blogeintrag eine einfache Begründung. Auch ein Treffen mit BMW gab es bereits.

San Franciso - Mit der Freigabe der Technologie solle die Verbreitung stromgetriebener Fahrzeuge beschleunigt werden, schrieb Tesla-Gründer Elon Musk in einem Blogeintrag am späten Donnerstag. Tesla werde keine Klagen gegen Unternehmen anstrengen, die patentierte Technik der kalifornischen Firma nutzen wollen.

"Wir fühlten uns gezwungen, Patente zu beantragen, weil wir Sorge hatten, die großen Autokonzerne würden unsere Technologie kopieren und dann ihre Macht bei Produktion, Verkauf und Marketing nutzen, um Tesla zu besiegen", schrieb Musk. Aber das Geschäft mit Elektrofahrzeugen sei immer noch klein.

"Unsere wahre Konkurrenz sind nicht die wenigen Elektroautos, die nicht von Tesla kommen, sondern die Flut der Wagen mit Verbrennungsmotor, die jeden Tag die Werke verlassen."

Tesla und BMW sondieren Zusammenarbeit

Tesla prüft zudem Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit dem deutschen Premium-Autobauer BMW, dessen Elektroautos i3 und i8 in Konkurrenz zu Tesla stehen. Manager beider Unternehmen hätten sich am Mittwoch getroffen, erklärte BMW am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Diskutiert worden sei, wie die Entwicklung der Elektromobilität auf internationaler Ebene vorangetrieben werden könne.

Tesla ist ein Pionier im Geschäft mit komplett stromgetriebenen Autos und verkaufte zuletzt gut 20 000 Fahrzeuge im Jahr. Die Produktion soll demnächst ausgebaut werden und zum aktuellen Model S weitere Modellreihen hinzukommen. Zugleich baut das Unternehmen ein Netz von Schnellladestationen in den USA und in Europa auf. Musk ist ein milliardenschwerer Mitgründer des Bezahldienstes PayPal, der sich auch als Weltraumunternehmer versucht.

la/dpa

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