Mittwoch, 12. Dezember 2018

Richtig präsentieren Erst verstehen, dann verbreiten

Schneidige Gestik ist nicht alles, Bildprojektionen eben so wenig: Vorbereitungist dagegen alles

Langweilig und mit Informationen überfrachtet, so sind Präsentationen oftmals. Höchste Zeit, das sich das ändert, findet Consultant Wolfgang Hackenberg. Ein Kurzinterview.

mm: Herr Hackenberg, in der Kürze liegt die Würze, heißt es, auch bei Präsentationen. Versuchen wir es einmal - eine kurze Frage, eine kurze Antwort. Einverstanden?

Hackenberg: Los geht es.

mm: In England beginnen Präsentationen oftmals mit einem Scherz, einer "Lockerungsübung" für die Zuhörer - haben wir hierzulande eine andere Präsentationskultur?

Hackenberg: Ja, wir Deutschen sind nicht ganz so locker, Präsentationen sind wie unsere Politiker: ernster als in Angloamerika - Emotionen dürfen aber dennoch nicht fehlen

mm: Wie hoch ist der Anteil der Vorbereitung an einer guten Präsentation - und wie oft finden Sie das in der Realität erfüllt?

Hackenberg: Erst Grübeln, dann Dübeln - meist wird zu schnell gedübelt…

mm: Hilft Technik wie Power Point eigentlich - oder ist sie ein Fluch?

Hackenberg: Ein Segen - da der produktivere Umgang mit PowerPoint meine Einkommensgrundlage darstellt.

mm: Stimmt der folgende Satz - je komplexer eine Materie, umso größer die Verlockung der Fachmannspose?

Hackenberg: Ja. If you can't explain it simply, you don't understand it well enough - wenn Sie es nicht klar ausdrücken können, haben Sie es nicht verstanden. Hat Einstein gesagt.

mm: Erst verstehen, dann über die Materie verbreiten also. Nächste Frage: Herr X oder Frau Y ist in Ihrem Sinne vorbereitet, gleich geht es los - Ihr Tipp gegen Lampenfieber?

Hackenberg: Mit einer guten Struktur und einem Lachen die Bühne betreten.

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