Freitag, 29. Juli 2016

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Nach schwerer Krankheit Kunstsammler Cornelius Gurlitt ist tot

Kunstsammler Gurlitt (Archivbild): "Mehr als meine Bilder habe ich nichts geliebt in meinem Leben."

Der Kunstsammler Cornelius Gurlitt ist tot. Er starb am Dienstag am späten Vormittag im Alter von 81 Jahren. In seiner Münchner Wohnung war im Februar 2012 eine unschätzbare Sammlung gefunden und beschlagnahmt worden.

München - Gurlitt starb in seiner Münchner Wohnung, sein Arzt sei bei ihm gewesen, sagte sein Sprecher Stephan Holzinger der Nachrichtenagentur dpa. Gurlitt, der Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, war seit Monaten schwer krank.

In seiner Wohnung in München war im Februar 2012 eine unschätzbare Sammlung gefunden und beschlagnahmt worden. Dazu zählten Werke von Picasso, Chagall, Matisse, Beckmann und Nolde.

Erst Anfang April hatte Gurlitt der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern vertraglich zugesichert, seine millionenschwere Sammlung auch nach dem Ende der Beschlagnahme von Experten untersuchen zu lassen und unter Nazi-Raubkunstverdacht stehende Werke gegebenenfalls zurückzugeben. Daraufhin gab die Staatsanwaltschaft Augsburg die Werke frei.

Bis er in das Zentrum der wohl spektakulärsten Kunstsensation der vergangenen Jahrzehnte geriet, hatte Gurlitt ein zurückgezogenes Leben in seiner Schwabinger Wohnung und seinem Haus in Salzburg geführt. "Mehr als meine Bilder habe ich nichts geliebt in meinem Leben", sagte er in seinem einzigen Interview im "Spiegel".

rei/dpa

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