Dienstag, 19. März 2019

Hohe Energiekosten belasten Baukonzern Schlechtes Wetter in den USA - HeidelbergCement bricht ein

Betonanrührer: Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hatte in diesem Jahr nicht überall so gutes Wetter wie in Deutschland
HeidelbergCement
Betonanrührer: Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hatte in diesem Jahr nicht überall so gutes Wetter wie in Deutschland

Hohe Energiekosten und anhaltend widrige Wetterbedingungen machen HeidelbergCement Börsen-Chart zeigen bei seinen Ergebniszielen einen Strich durch die Rechnung. Der Baustoffkonzern rechnet für 2018 nun mit einem Rückgang des bereinigten Ergebnisses vor Abschreibungen um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbetrag. Die Aktie des Dax-Konzerns brach daraufhin zweistellig ein.

Bislang hatte das Heidelberger Unternehmen einen Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Die Absatz- und Umsatzentwicklung der ersten neun Monate des Jahres 2018 hätten dagegen im Rahmen der Erwartungen gelegen und der Ausblick für diese Kennziffern werde bestätigt, teilte HeidelbergCement am Donnerstag mit.

HeidelbergCement konnte die gestiegenen Energiekosten mit Preiserhöhungen im Jahresverlauf nur teilweise ausgleichen und kämpft in den USA mit anhaltenden schwierigen Wetterbedingungen. Der Konzern geht daher nun davon aus, dass sein Verschuldungsgrad am Ende des Jahres über dem bisher erwarteten Wert von 2,5 liegen wird.

Der Überschuss nach Anteilen Dritter dürfte 2018 dennoch im Rahmen der Markterwartungen liegen. Der Umsatz soll unverändert "moderat" zulegen. Die Ergebnisse für das dritte Quartal sollen am 8. November veröffentlicht werden.

Vorstandschef Bernd Scheifele hatte sich noch Ende Juli optimistisch für den weiteren Jahresverlauf gezeigt und erklärt, die solide Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal markiere eine "erkennbar positive Trendwende" nach dem wetterbedingt schwierigen Jahresbeginn. Mit einem weiteren Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise hatte er aber bereits gerechnet.

la/dpa

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