Dienstag, 20. November 2018

Börse Dax im Minus - Dämpfer für Anleger

Midterm-Erfolg: Die Demokratin Nancy Pelosi dürfte im Repräsentantenhaus wieder "Majority Leader" werden

Der Dax baut seine Verluste aus - die Kursverluste der Auto-Werte Continental, Daimler und VW belasten den deutschen Leitindex. In den USA geben Dow Jones und Nasdaq nach ihrem Kurssprung am Vortag wieder leicht nach.

Anleger bleiben vorsichtig: Einen Tag nach den Midterm-Wahlen in den USA hat der Dax seine Verluste ausgebaut. Der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen war am Donnerstag mit Gewinnen in den Handel gestartet und notierte zeitweise bei 11.661 Punkten, fiel bis zum Handelsschluss auf Xetra aber wieder auf 11.527 Zähler zurück. Vor allem die Autowerte Continental Börsen-Chart zeigen, Daimler Börsen-Chart zeigen, VW und BMW Börsen-Chart zeigen sowie der Gesundheitskonzern Fresenius Börsen-Chart zeigen bauten ihre Verluste im späten Handel aus. In den USA starteten Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen nach ihrer Kursrally vom Vortag dagegen nur mit leichten Verlusten in den Handel. Der Dow konnte im weiteren Handelsverlauf zeitweise wieder in die Gewinnzone drehen - seit seinem Zwischentief am 29. Oktober hat der Dow Jones bereits wieder rund 8 Prozent zugelegt. Im Dax sind es im gleichen Zeitraum gerade einmal 3 Prozent.


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Vor der Zinssitzung der US-Notenbank (Fed) am Donnerstag sind die Anleger vorsichtig geworden. Zwar rechnet kaum jemand bereits im November mit einer Zinserhöhung, jedoch halten die meisten Investoren vor der Sitzung der Fed ihr Pulver trocken.

Kursrutsch: Continental stellt Gewinnprognose erneut in Frage

Die Continental-Aktien wurden nach einem schwachen Quartal mit einem Verlust von fast 2 Prozent abgestraft. Der Autozulieferer und Reifenhersteller sieht nun auch für den Jahresschluss Risiken. Der Zulieferer hat in diesem Jahr bereits zwei Gewinnwarnungen herausgegeben.

Siemens legt zu - Umbau der Kraftwerksparte kommt voran

Die Anteile von Siemens rückten nach der Zahlenvorlage um knapp 1 Prozent vor. Die Unternehmensprognosen für das neue Geschäftsjahr lägen zwar unter der Konsensschätzung, hieß es bei Barclays. Die Geschäfte rund um die Digitalisierung entwickelten aber weiter gut. Negativ zu Buche schlugen hohe Ausgaben für den Personalabbau in der Kraftwerks- sowie in der Antriebssparte sowie höhere Steueraufwendungen im Zusammenhang mit der Ausgliederung des Zuggeschäfts.

Ein Gewinner im Dax war HeidelbergCement mit einem Plus von 0,8 Prozent. Zwar litt der Baustoffkonzern im abgelaufenen Quartal unter deutlich höheren Energiekosten und widrigen Wetterverhältnissen in den USA. Doch das angekündigte Sparprogramm kam gut am Markt an.

Kursrutsch bei ProSieben und RTL

Nach einer Umsatzwarnung und gekappten Dividenden-Ausschüttung sackte die Aktie von ProSieben zuletzt um rund 15 Prozent ab. Zeitweise fiel das Papier auf den tiefsten Stand seit Sommer 2012. Der Konkurrent RTL hingegen bekräftigte zwar seine Jahresziele, enttäuschte die Anleger aber mit schwächeren TV-Werbeerlösen. Als zweitschwächster MDax-Wert verloren die RTL-Aktien knapp 7 Prozent.

Geschäfte der Telekom in USA florieren

Die Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen berichtete am Morgen über ein starkes drittes Quartal und ist vor allem dank ihres florierenden US-Geschäfts erneut zuversichtlicher geworden. Sie gab die nunmehr dritte Prognoseerhöhung für das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in diesem Jahr bekannt. Im frühen Handel wurde dies bereits mit ersten vorsichtigen Käufen honoriert, die Aktie legte knapp 1 Prozent zu.

Commerzbank übertrifft Erwartungen

Aus der zweiten Reihe dürften die Papiere der Commerzbank Börsen-Chart zeigen in den Fokus rücken, denn dieses Mal übertraf das Finanzinstitut mit seinem Geschäftsbericht die Erwartungen. Der Konzernumbau und der Ausbau des Geschäfts in Deutschland sind gut in der Spur. Die vor Kurzem vom Dax in den MDax abgestiegene Aktie legte mehr als 5 Prozent zu - auf Jahressicht ist das Papier aber immer noch 30 Prozent im Minus.

Wall Street: Dow Jones und Nasdaq starten mit Verlusten

Die US-Börsen haben am Donnerstag überwiegend schwächer eröffnet. Händlern zufolge rückte nach der Wahl nun die US-Zinspolitik wieder in den Fokus gerückt. Von der US-Notenbank wurden zwar kein weitere Zinserhöhung erwartet. Doch hofften Anleger auf konkrete Hinweise zum weiteren Vorgehen. Überwiegend wird an den Märkten damit gerechnet, dass die Fed angesichts der boomenden Konjunktur und dem steigenden Inflationsdruck im Dezember die Zinsen weiter anhebt.

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen notierte zuletzt 0,1 Prozent im Minus. Der Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen gab um 0,7 Prozent nach.

"Trotz der Marktschwäche im Oktober, haben sich die Finanzierungskonditionen noch nicht so stark verschlechtert, dass die Fed von ihrem Zeitplan abweichen müsste", erklärte ein Händler. Der Ausverkauf im Oktober hatte den Rekordlauf der US-Börsen gestoppt und den S&P 500 um über vier Prozent absacken lassen.

Bei den Einzelwerten standen Qualcomm mit einem Abschlag von 6,6 Prozent im Fokus. Der Chiphersteller enttäuschte die Anleger mit seinem Ausblick für das wichtige Weihnachtsquartal.

Fed wird Zinsen wohl erst im Dezember erhöhen

Im Fokus steht neben der laufenden Bilanzsaison die Sitzung der US-Notenbank (Fed). Überwiegend rechneten Anleger erst für Dezember wieder mit einer Zinserhöhung. Der mit der Entscheidung zur Veröffentlichung stehende Begleitkommentar dürfte entsprechend unter die Lupe genommen werden. Da die Fed sich gegen 20.00 Uhr (MEZ) äußern wird, können Europas Anleger erst am Freitagmorgen reagieren.

Euro legt leicht zu

Der Euro-Kurs Börsen-Chart zeigen hat am Mittwoch vom Ausgang der US-Kongresswahl profitiert, aber seinen Vorsprung aus dem europäischen Handel im US-Geschäft nicht ganz verteidigen können. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1438 US-Dollar, während sie in Europa bis auf 1,1499 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1487 Dollar festgesetzt. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen sanken um 1/32 Punkte auf 99 3/32 Punkte und rentierten mit 3,23 Prozent

mit dpa und reuters

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