Donnerstag, 25. August 2016

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Euro-Anleihe One more Bond - warum Apple den Euro liebt

Apple-Chef Tim Cook: Selbst die Anleihen des Konzerns lösen Begeisterung aus

Apple schwimmt im Geld. 155 Milliarden Dollar hat der Erfolgskonzern aus Kalifornien auf dem Konto. Warum also leiht sich Firmenchef Tim Cook jetzt noch mehr Geld am Anleihemarkt - noch dazu in Euro?

Hamburg - Das iPhone 6 sorgt weltweit für Furore, die Aktie befindet sich auf Rekordhoch und die Firmenkasse läuft über vor Geld: Der Tech-Riese Apple Börsen-Chart zeigen steht so gut da wie nie. In dieser Situation wendete sich der Konzern diese Woche erstmals an Investoren auf dem europäischen Anleihemarkt, um sich Geld von ihnen zu leihen.

Nach iPhone, iPad und Apple Watch nun also die nächste Innovation aus Cupertino: der iBond in Euro Börsen-Chart zeigen. Doch was steckt dahinter? Warum braucht ausgerechnet Apple Geld?

Laut "Wall Street Journal" standen die Investoren förmlich Schlange, um bei der Platzierung dabei zu sein. Ein Volumen von mindestens einer Milliarde Euro hatte Apple angekündigt - am Ende wurden es 2,8 Milliarden Euro.

Damit stockt Apple sein ausstehendes Anleihevolumen auf mehr als 30 Milliarden Dollar auf, was Experten zufolge selbst für den kerngesunden, teuersten Konzern der Welt aus Kalifornien ein ziemlicher Batzen Geld ist. 2013 hatte Apple bereits einen Weltrekord aufgestellt, als das Unternehmen binnen kurzer Zeit eine Anleihe über 17 Milliarden Dollar platzierte. Einen größeren Firmenbond hatte es bis dahin nicht gegeben. Im April dieses Jahres folgte eine weitere Anleihe am US-Markt über zwölf Milliarden Dollar.

Geld leihen, um Aktien zurückzukaufen

Und nun also die erste Euro-Tranche in der Firmengeschichte - Geld, das Apple gut gebrauchen kann. Eigenen Angaben zufolge will der Smartphone- und Tablet-Hersteller die Milliarden für "allgemeine Unternehmenszwecke" verwenden, worunter in diesem Fall vor allem Aktienrückkäufe sowie Dividendenzahlungen zu verstehen sein dürften.

Aktionäre wie der unbequeme US-Milliardär Carl Icahn, der etwa 0,9 Prozent der Apple-Anteile hält, fordern seit langem, Apple möge mehr von seinen gewaltigen Cash-Reserven mit den Anlegern teilen. Immerhin verfügt der Konzern über ein Polster von 155 Milliarden Dollar. So viel Geld hat weltweit kein zweites Unternehmen auf dem Konto.

Zwar hat Apple schon einiges an seine Aktionäre ausgezahlt. Laut US-Sender CNBC etwa wurden von einem laufenden Aktienrückkauf- und Dividendenprogramm im Volumen von 130 Milliarden Dollar bislang 94 Milliarden Dollar umgesetzt. Die verbleibenden 36 Milliarden sollen bis Ende 2015 erfüllt werden, so der Bericht. Dem notorisch unzufriedenen Aktionär Icahn beispielsweise reicht aber auch das nicht. Er dränge auf mehr, so CNBC.

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