Mittwoch, 22. November 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Wer saß wo, wer sagte was? Der Merkel-Trump-Roundtable - mit Kaeser, Krüger und Kollegen

Wer saß am Tisch - und warum: Die große Übersicht über den Merkel-Trump-Roundtable
Fotos
mm.de, Foto: DPA

Es ist inzwischen ein gewohntes Bild: US-Präsident Donald Trump empfängt Wirtschaftsführer vorzugsweise in Grüppchen an großen runden Tischen. Das gab es in den vergangenen Monaten bereits mit den Spitzen der Tech-, der Auto- sowie der Pharmaindustrie der USA, um nur einige zu nennen.

Auch am vergangenen Wochenende, beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington, gab es im Weißen Haus einen deutsch-amerikanischen Wirtschaftsgipfel. Und auch diesmal bot sich das Übliche: Ein großzügiges Oval, an dessen Breitseiten sich Merkel und Trump gegenübersaßen, flankiert, rechts und links, von knapp zwei Dutzend weiteren Damen und Herren.

Aber wer waren diese Herrschaften eigentlich? Wieso saßen ausgerechnet sie mit in der Runde, was hatte sie dafür qualifiziert? Und überhaupt: Worüber wurde bei dem etwa einstündigen Meeting eigentlich gesprochen?

Der genaue Blick offenbart: Trumps und Merkels Roundtable war zwar explizit der Wirtschaft gewidmet. Von den insgesamt 23 Teilnehmern vertraten jedoch lediglich acht tatsächlich Unternehmen aus den USA sowie aus Deutschland, und davon auch nur sechs auf höchster Ebene. Das waren: die Vorstandschefs Joe Kaeser (Siemens), Harald Krüger (BMW) und Klaus Rosenfeld (Schaeffler Gruppe) aus Deutschland sowie die CEOs Ginni Rometty (IBM), Marc Benioff (Salesforce.com) und Andrew Liveris (Dow Chemical) aus den USA.

Hinzu kamen zwei Vertreterinnen der Kategorie "einfache Mitarbeiter", eingeladen offensichtlich, um die Runde mit einer gewissen Portion Lebenswirklichkeit anzureichern: Die 19-jährige Janiel Richards, die nach absolvierter Ausbildung bei IBM tätig ist, sowie Marie Davis aus einem Schaeffler-Werk im 5800-Seelen-Ort Cheraw in South Carolina, der, wie Davis stolz verkündete, den Spitznamen "hübscheste Stadt im Dixie" trägt.

Alle anderen Teilnehmer sind, wie unsere Grafik zeigt, zum weitaus größten Teil dem politischen Lager zuzuordnen, als da wären: der US-Vize-Präsident, ein US-Minister, ein Botschafter, der Stabschef des Weißen Hauses, drei Berater und eine Beraterin des US-Präsidenten, drei Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin der Bundeskanzlerin.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH