Dienstag, 20. November 2018

Wer saß wo, wer sagte was? Der Merkel-Trump-Roundtable - mit Kaeser, Krüger und Kollegen

Wer saß am Tisch - und warum: Die große Übersicht über den Merkel-Trump-Roundtable
mm.de, Foto: DPA

2. Teil: Und dann war da noch ... Ivanka Trump und ein Witz von Vize Pence

Und dann war da noch ... ja richtig: Donald Trumps Tochter Ivanka. Auch das Ex-Model, Gattin des ebenfalls anwesenden Präsidentenberaters Jared Kushner, hatte in der Runde Platz genommen, gleich zur Rechten der Kanzlerin.

Weshalb also ausgerechnet diese Konstellation? Das Zauberwort, das eine Klammer um alle anwesenden Teilnehmer legt (abgesehen vielleicht von Trump-Tochter Ivanka), lautet, wer hätte es gedacht: Berufsausbildung. Bereits im Vorfeld war beschlossen worden: Insbesondere das deutsche Modell der dualen Berufsausbildung sollte im Zentrum des Treffens stehen.

Zumindest für die teilnehmenden deutschen Unternehmen gilt Angaben der Bundesregierung zufolge, dass sie sich in Sachen Berufsausbildung auch in den USA besonders hervortun. Schon in der öffentlichen Vorstellungsrunde, bevor also die Medienvertreter vor die Tür geschickt wurden, betonten dies auch die Konzernchefs.

Der Reihe nach teilten Kaeser, Rosenfeld und Krüger dem Präsidenten und den übrigen Anwesenden mit: Wie lange ihre Firmen schon in den USA tätig sind, wie viele Werke beziehungsweise Mitarbeiter sie dort beschäftigten und welch ansehnliche Menge an Investitionen und neuen Jobs künftig noch von ihnen zu erwarten sei. Statements also, die Trump so oder so ähnlich in den vergangenen Monaten schon x-Mal gehört hat.

Auch die drei US-CEOs stellten das Thema Ausbildung ins Zentrum ihrer Eröffnungsworte (wobei Salesforce-Chef Benioff - offenbar vor lauter Hemdsärmeligkeit - schlicht vergaß, die Bundeskanzlerin zu begrüßen).

Der Hauptteil des deutsch-amerikanischen Ausbildungsgipfels fand dann hinter verschlossenen Türen statt. Die Erfahrung lehrt allerdings, dass es dabei über einige grundsätzliche Erörterungen kaum hinausgegangen sein dürfte.

Zuvor hatte Vize-Präsident Mike Pence allerdings noch die Lacher auf seiner Seite: Mit Blick auf die kleine Präsentation, die IBM-Mitarbeiterin Janiel Richards kurz zuvor vorgetragen hatte, sagte Pence, er könne sich nicht erinnern, schon einmal ein so inspirierendes Debüt am Kabinettstisch gehört zu haben.

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