Samstag, 18. April 2015

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Alkoholkonsum an Bord Russland will Suff auf Flügen bekämpfen

Aeroflot-Flugzeuge in Moskau: Vor allem auf Langstreckenflügen saufen viele Fluggäste bis zur Besinnungslosigkeit

Keine Gelage mehr über den Wolken: Russland will den Alkoholkonsum in Flugzeugen deutlich einschränken. Künftig sollen Passagiere die im Duty-Free-Bereich gekauften Flaschen nicht mehr an Bord bringen dürfen. Fluglinien dürfen aber weiter Alkohol ausschenken.

Moskau - Angesichts etlicher Zwischenfälle mit volltrunkenen Passagieren und hohen Kosten für ungeplante Landungen sollen Fluggäste keinen Alkohol mehr an Bord bringen dürfen, den sie zuvor im Duty-Free-Bereich gekauft haben.

Eine entsprechende Gesetzesnovelle des Transportministeriums auf Initiative der Fluglinien sieht vor, dass Passagiere ihren Alkohol abgeben müssen und erst nach der Landung zurückbekommen. Die Strafen für Verstöße im Luftverkehr von derzeit maximal 1500 Rubel (rund 37 Euro) sollen zudem deutlich verschärft werden.

Allerdings können die Fluglinien weiter Alkohol ausschenken. Zwar verbieten schon jetzt viele Gesellschaft den Konsum von Duty-Free-Produkten. Dennoch saufen vor allem auf Langstreckenflügen viele Passagiere bis zur Besinnungslosigkeit. Laut Umfragen trinkt etwa ein Fünftel der russischen Fluggäste an Bord harten Alkohol.

wed/dpa-afx

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