Dienstag, 28. Juni 2016

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Konflikt bei Yahoo eskaliert Putsch gegen Marissa Mayer - Hedgefonds greift zum letzten Mittel

Yahoo-Chefin Marissa Mayer: "Wir sind extrem enttäuscht"

Seit Wochen betreibt der Hedgefonds Starboard die Ablösung von Yahoo-Chefin Marissa Mayer. Nun lassen die aktivistischen Finanzinvestoren den Konflikt eskalieren: Sie fordern die Ablösung des kompletten neunköpfigen Verwaltungsrates.

Die New Yorker Finanzfirma Starboard verschärft die Konfrontation mit der Führung des Internet-Konzerns Yahoo Börsen-Chart zeigen . Starboard forderte am Donnerstag in einem offenen Brief die komplette Neubesetzung des Yahoo-Verwaltungsrates. Für das Kontroll- und Strategiegremium wurden neun neue Mitglieder vorgeschlagen, darunter Starboard-Chef Jeffrey Smith.

Starboard hält nach eigenen Angaben 1,7 Prozent an Yahoo im Wert von rund 580 Millionen Dollar.

"Wir sind extrem enttäuscht von Yahoo´s schlechter Performance und der schwachen Management-Leistung", heißt es in einem Brief von Starboard an die Yahoo-Investoren. Der aktuelle Verwaltungsrat lasse "Führungskraft, Objektivität und Perpektive" vermissen.

Die Finanzfirma liegt schon lange im Clinch mit der Yahoo-Führung und fordert unter anderem eine Ablösung von Konzernchefin Marissa Mayer. Ihr war es in gut drei Jahren nicht gelungen, das Werbegeschäft von Yahoo in Schwung zu bringen, während Rivalen wie Facebook Börsen-Chart zeigen oder Google Börsen-Chart zeigen deutlich zulegten.

Investoren sind auch verärgert über den Zick-Zack-Kurs bei immer noch nicht vollzogenen Trennung von der milliardenschweren Beteiligung am chinesischen Online-Riesen Alibaba.

Dem aktuellen Verwaltungsrat mangele es unter anderem an Führung und Durchblick, kritisierte Starboard. In US-Unternehmen hat der Verwaltungsrat eine stärkere Rolle als deutsche Aufsichtsräte. Neben Kontrollfunktionen bestimmen sie auch die Strategie.

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