Stilmanager magazin RSS  - Stil - Stil


06.09.2010
Twitter GooglePlus Facebook

Architektur in Berlin

Schwarzer Zacken

Von Ingeborg Wiensowski

Architektur für Sammler: Abstrakte Betonskulpturen
Fotos
Jan BItter

2. Teil: Häuser wie Exponate

Auf einer Art erhöhten, begrünten Insel, umgeben von einer zwischen 1,60 bis zu drei Meter hohen Wand, stehen die Häuser wie Exponate auf einem erhabenen Ausstellungssockel. "Mit der Landschaftsplanung wollen wir eine von außen völlig entrückte Idealwelt schaffen und haben unsere Häuser deshalb weitestgehend nach innen orientiert", sagt Bundschuh. Von außen sieht man scheinbar einfache geometrische Baukörper, "abstrakte Betonskulpturen", erklärt Bundschuh, mit wenigen Fenstern.

Zwischen 600 und 1500 Quadratmetern Wohnfläche haben die Häuser - man baue in China sehr groß, sagt Bundschuh - und sie sind so geplant, dass sie sich zum Innenraum öffnen. Fast alle Räume stehen in Blickbeziehung zueinander, dafür gibt es wenig Ausblicke nach außen. Licht kommt von oben durch Lichtschächte oder vom Innenhof. Dass man in den Himmel blickt, war schon so im klassischen chinesischen Hutong-Haus, das immer von einer Mauer umgeben war und dessen interner Hof oder Garten als Zimmer betrachtet wurde.

Das "Haus des Sammlers I", außen aus schwarzem Ortbeton mit eingelegtem Screen-ähnlichem Muster, innen strahlend weiß, ist so geplant, dass seine Nutzung nach oben immer privater und intimer wird, auch im "Sammlerhaus II" gibt es eine starke Trennung privater und öffentlicher Bereiche. Unten sind die galerieartigen Ausstellungsräume, dann kommen die halbprivaten Gäste-, Ess- und Empfangszimmer und oben der Wohnbereich. Im ersten Obergeschoss ist das Gebäude vollständig verglast, was von außen wie ein horizontaler Schnitt durch den geschlossenen Baukörper wirkt.

Ungewöhnlich für einen europäischen Architekten war das vorgegebene Raumprogramm. Zum Beispiel waren zwei Küchen verlangt, je eine für chinesisches und für westliches Kochen, passend dazu zwei Esszimmer. Auch ein separater Zugang zum Schlaftrakt des Hausherrn war vorgeschrieben.

2011 sollen die Häuser fertig sein. Zu befürchten ist, dass sie so attraktiv sein werden, dass sie vielleicht nicht als Kunst-, aber durchaus als Architektur-Pilgerstätte taugen könnten.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Designer Philipp Plein
Animalisch teuer
Knallbunte Koffer
Farbe spart Zeit am Flughafen
Designer Esslinger
"Wir brauchen einen Kreativkapitalismus"
Mode-Gala in New York
Viel Bein, viel Ehr'

© manager magazin online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken