Hamburg - Rund sechs von zehn Deutschen wollen diesen Sommer verreisen. Das sind zwar mehr als im Vorjahr, aber etwas weniger als 2007. Dabei wollen sie aber deutlich weniger Geld ausgeben als im Vorjahr: Im Schnitt sinkt das Budget der deutschen Urlauber um 194 Euro oder 9 Prozent auf 1956 Euro. Im europäischen Durchschnitt steigt das Budget dagegen mit einem Prozent leicht an.
Der Trend zum weniger Ausgeben wird noch überlagert von dem Wunsch, die Ferien in Deutschland zu verbringen. Im Sommer 2010 werden 39 Prozent der deutschen Urlauber hierzulande unterwegs sein. Das sind 4 Prozentpunkte mehr als 2009. Das ergab das "Urlaubsbarometer 2010" des Umfrageinstituts Ipsos
Insgesamt leidet der europäische Tourismus noch immer unter den Auswirkungen der Krise. 64 Prozent der Europäer planen dieses Jahr einen Sommerurlaub. Die Zahlen stabilisieren sich, erreichen aber noch nicht das Niveau des Jahres 2008: Damals hatten noch 67 Prozent der Europäer Reisepläne für den Sommer.
Die meisten Europäer - 43 Prozent - verreisen für zwei Wochen. Doch sechs Prozent der Deutschen, 17 Prozent der Belgier und sogar 21 Prozent der Franzosen und Spanier suchen für mindestens vier Wochen das Weite.
Die Studie zeigt außerdem, dass bereits die Mehrheit der Europäer (53 Prozent) ihren Urlaub über das Internet bucht. Das sind drei Prozentpunkte mehr als 2009. Stabil bleibt das Urlaubsziel: Die Mehrheit der Europäer (62 Prozent) verbringt den Sommerurlaub nach wie vor am Meer.
kst/dpa
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