Branche wieder im Aufwind
Alle großen Bootsbaunationen sind vertreten, von Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden und den Ländern Nordeuropas bis zu den USA und den Golfstaaten. Rund 1650 Aussteller stellen insgesamt ihre maritime Produkte und Dienstleistungen bei der neuntägigen Messe zur Schau. Darunter befinden sich 400 Werften. Das Angebot ist nach Messeangaben mit rund 2000 Bootstypen lückenlos.
Das passt zur Stimmung der Branche, denn die ist nach einer konjunkturellen Flaute derzeit wieder gut. Die Zeichen stehen auf Wachstum. So stieg im vergangenen Jahr der Umsatz mit maritimen Produkten und Dienstleistungen in der Bundesrepublik nach Angaben des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft um 4,3 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro. Und auch für dieses Jahr rechnet die Branche mit guten Geschäften.
Auf einer Welle des Erfolgs schwimmen insbesondere die deutschen Bootswerften. Die führenden Hersteller hätten ihre Marktposition in Europa weiter ausgebaut, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft Jürgen Tracht.
So steigerte Deutschlands größte Serienbootwerft Bavaria Yachtbau im Geschäftsjahr 2005/2006 ihren Umsatz den Angaben zufolge um 20 Prozent auf 270 Millionen Euro. 2.900 Segelyachten und 700 Motorboote verließen die Produktionsstraßen des Unternehmens.
Deutschlands zweitgrößter Hersteller HanseYachts erhöhte Tracht zufolge die Produktion sogar um 45 Prozent auf 1.000 Yachten. Der Exportanteil der deutschen Hersteller liegt bei über 85 Prozent.
Europaweit stieg der Gesamtumsatz mit maritimen Gütern und Dienstleistungen 2006 sogar um fünf Prozent auf 24,3 Milliarden Euro. Davon entfielen allein rund 8 Milliarden Euro auf den Verkauf neuer Boote und Yachten.
Boomendes Geschäft mit Megayachten
Nicht enthalten in diesen Zahlen ist dabei der nach wie vor boomende Markt der Megayachten, die pro Stück mehrere hundert Millionen Euro kosten können - und deren Herstellung zu den Spezialitäten deutscher Werften gehört.
Gefragt sind wie eh und je vor allem aber Yachten der mittleren Größe mit etwa elf Meter Länge. Sie sind einerseits auch durch eine kleine Familiencrew noch sicher handhabbar, bieten andererseits aber auch genügend Raum für einen komfortablen Bootsurlaub.
Immer wichtiger wird dabei Tracht zufolge eine einfache Bedienung der Boote - etwa durch Rollvorrichtungen für das Großegel oder ausgeklügelte Leinen-Reffsystem. Schließlich verbringe der durchschnittliche Hobbyschiffer nicht mehr als 20 bis 25 Tage im Jahr auf dem Boot.
manager-magazin.de mit Material von ap und dpa
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