01.09.2005
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Luxusfahrräder

Ferraris der Fußgängerzone

Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad. Für die gehobene Klientel, die 5000 Euro und mehr für einen High-Tech-Drahtesel zahlt, haben die Hersteller einiges im Programm. Dabei machen sie sich - wie die Autobauer aus der Formel 1 - Neuerungen aus dem Rennsport zu Nutze.

Friedrichshafen - Der Drahtesel hat ausgedient, das Fahrrad ist längst Prestige-Objekt. Als Statussymbol könnte das Zweirad sogar dem Auto bald den Rang ablaufen, meint Branchenexperte Daniel Fikuart. Seit sich in den Innenstädten die Fußgängerzonen ausbreiten und Sportwagen-Flaneure kaum noch Platz finden, ist das Lifestyle-Zweirad zum "Ferrari für die Stadt" geworden.



Schnell, aber bitte mit Helm: Zubehör-Messestand auf der Eurobike Trail Tronic: Eine elektronische Fahrwerksverstellung für Mountainbikes Dichtet in einem Arbeitsgang platte Reifen ab und pumpt sie gleichzeitig wieder auf: Das Pannenspray von Vittoria Die Gewinner des "Eurobike Design Award" in Gold: Simpson-Nano-Light, Deuter Attack und BMC Pro Machine SLC01

Fahrräder und Zubehör auf der Eurobike
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Alle möglichen High-Tech-Schikanen, edelste Materialien, modernes Design und individuelle Note sind unerlässlich, um bewundernde Blicke auf sich zu ziehen. Wer sich abheben will, muss außerdem in modisches Outfit und schicke Accessoires wie GPS am Handgelenk investieren.

"Mit dem Fahrrad transportiere ich meine Persönlichkeit, mein Lebensgefühl", sagt Fikuart. Für die gehobene Klientel, die für ein Luxusfahrrad auch schon mal 5.000 Euro hinzublättern bereit ist, hat sich die Fahrradindustrie allerhand einfallen lassen. Dabei macht sie sich - wie die Autobauer aus der Formel 1 - häufig Neuerungen aus dem Rennsport zunutze.

Voll im Trend liegen federleichte Rahmen aus Kohlefaser, in der Luxusausführung in Silber mit Aluminiumbedampfung. Dabei gilt: "Je leichter, je teurer". Renner sind auch maßgeschneiderte Sonderausstattungen. "Das Rad von der Stange ist out", heißt es in der Branche.

Der Rahmen entspricht dank "body-scanning" den Körpermaßen. Sattel, Pedale, Lenker und Griffe werden der Anatomie angepasst und je nach Geldbeutel ausgewählt. Gangschaltung und Laufräder mit unterschiedlicher Speichenzahl richten sich ebenfalls nach Kundenwunsch. Wer es besonders sportlich mag, kann sich so einen Flitzer nach dem Vorbild der Rennmaschinen des Profis Jan Ullrich zusammenstellen.

Einen Rennrad-Traum im Wert von 17.000 Euro wird ein amerikanischer Produzent auf der Fachmesse Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee vom 1. bis 4. September präsentieren. Doch auch alle anderen Neuheiten und Trends für Otto-Normalradfahrer sind auf Europas Fahrradschau Nummer eins mit 804 Direktausstellern aus 36 Ländern zu sehen.

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