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24.07.2009

Ausstellung

Hamburg, deine Brücken

Hamburg ist die brückenreichste Stadt Europas. Allein zwischen Mitte des 19. und Mitte des 20. Jahrhunderts wurden 1000 neue Bauwerke in der Stadt errichtet; 2500 Brücken gibt es dort insgesamt. Eine umfassende Schau zeigt jetzt, wie dabei der Spagat zwischen Zweckbau und Gestaltungsdrang immer neu interpretiert wurde.

Hamburg - Die Stadt Hamburg hat mehr Brücken als Venedig, London oder Amsterdam. Zu den bekanntesten gehören die Elbbrücken, die Lombardsbrücke oder die Köhlbrandbrücke. Eine Ausstellung im Museum der Arbeit stellt bis zum 3. Januar die wichtigsten und schönsten Brücken und deren Bauweisen vor.

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Neben originalen Bauplänen aus dem 19. Jahrhundert werden historische, größtenteils unveröffentlichte Fotografien und Konstruktionsmodelle gezeigt. Besucher können die Statik und Konstruktion der Brücken an Modellen nachvollziehen und anschließend in einer Werkstatt selber nachbauen. Ein Luftbild zeigt sämtliche 2500 Brücken im Hamburger Stadtgebiet an.

Die Schau "Hamburg und seine Brücken: Baukunst - Technik - Geschichte bis 1945" setzt im Jahr 1842 nach dem großen Brand von Hamburg an, als Steinbauten die vielen Holzbrücken in der Stadt ersetzen. Brücken aus Gusseisen und Stahl erschlossen die Speicherstadt, neue Hafengebiete oder trugen die neue Hochbahn.

Bis 1945 entstehen in Hamburg mehr als 1000 Straßen-, Hafen- und Eisenbahnbrücken, die die Modernisierung der Stadt vorantreiben und die neuen Wohnviertel mit der Innenstadt und dem Hafen verbinden. Exemplarisch werden die für Hamburg charakteristischen Brückentypen vorgestellt und ihre Besonderheiten im Hinblick auf Solidität, Zweckmäßigkeit und Schönheit an Modellen und Experimenten erläutert.

Impulse aus Technik und Stadtentwicklung trieben den Brückenbau immer wieder neu voran. Perioden der Stadtentwicklung waren zugleich Zeiten intensiven Neubaus - in neuen Techniken. In der Ausstellung laden Funktionsmodelle dazu ein, auszuprobieren, warum eine Brücke trägt und wann sie nicht mehr trägt.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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