Viel trinken hält die Lebensgeister wach. Immer beliebter sind milde Wässer mit wenig Kohlensäure. Doch in vielen Mediumwässern steckt ein Problem, wie die Stiftung Warentest bei einer Prüfung von 30 Marken herausgefunden hat: Es kommt aus der Verpackung.
Berlin - Acetaldehyd heißt der Übeltäter. Der Stoff entsteht bei der Produktion von PET-Flaschen und kann nach der Befüllung ins Wasser übergehen. Gefährlich für die Gesundheit sind die gefundenen Mengen nicht. Das eigentliche Problem ist der Geschmack. Der für Acetaldehyd typische, fruchtig-aromatische Geschmack ist in der Regel bei einer Konzentration von 10 Mikrogramm pro Liter schon erkennbar.
Klicken Sie auf ein Bild, um die Fotostrecke zu starten.
Deswegen setzt sich die Branche selbst dieses strenge Limit. Zehn Wässer lagen deutlich über diesem Wert. Allesamt Eigenmarken des Handels, wie Aldi, Edeka, Kaufland oder Lidl. Die klassischen Markenwässer, wie zum Beispiel Apollinaris oder Gerolsteiner, hatten mit Acetaldehyd keine Probleme.
Der Grund liegt in der Produktion der Flaschen. Teurere Markenwässer werden zumeist in Mehrwegflaschen abgefüllt, bei deren Herstellung ein Acetaldehyd-Blocker eingebaut wird. So geht kaum Acetaldehyd ins Wasser über. Discounter hingehen verwenden überwiegend Einwegflaschen. Bei neun der 19 Flaschen von Eigenmarken des Handels waren die Werte in Ordnung. Bei den anderen jedoch nicht.
Viele Ketten sparen den Blocker ein, um die Kosten bei der Produktion zu drücken. Doch das wird sich in Zukunft möglicherweise ändern: Als eine der ersten Reaktionen auf den Mineralwässer-Test kündigte Aldi Nord an, ab Juli einen solchen Blocker für das Wasser aus der Brandenburger Urstromquelle einzusetzen.
Flaschen-Logos (von links):
1)Das Pfandlogo für Einwegflaschen: Sie werden geschreddert und recycelt.
2) Mehrwegflaschen werden bis zu 15 Mal neu befüllt.
3) PET-Cycle hat ein Kreislaufsystem: Flaschen werden sofort recycelt und neu geformt.
Neben den Eigenmarken des Handels nahmen die Prüfer auch klassische Herstellermarken wie Apolinaris und Gerolsteiner unter die Lupe. Insgesamt haben die Tester 30 Mineralwässer untersucht. Alle in großen PET-Flaschen und mit wenig Kohlensäure. Vor allem in punkto Reinheit sind die Klassiker klar überlegen. Sie haben keine Probleme mit Acetaldehyd. Aber auch bezüglich der Mineralstoffmengen lassen sie die meisten Eigenmarken des Handels hinter sich. Diese sind mit oft nur 13 Cent pro Liter jedoch unschlagbar günstig.
Nur Leitungswasser ist billiger. Die großen Marken kosten teilweise das Vierfache. Über die Hälfte der Wässer sind mineralstoffarm. Vor allem bei billigen Wässern vom Discounter heißt „Medium“ nicht nur wenig Kohlensäure, sondern auch oft wenig Kalium, Kalzium & Co. Das betrifft auch einige Herstellermarken. Reich an Mineralstoffen sind Alwa, Apolinaris, Gerolsteiner, Rosbacher und ein Wasser vom Discounter: Die Falkenberg Quelle von Plus. Apolinaris ist hier der klare Spitzenreiter. Die wenigsten Mineralstoffe stecken in einem Penny-Wasser.
Sind Sie ein Auto-
Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind. Doch wissen Sie, welche rollende Legende auch die "Göttin" heißt? Testen Sie Ihr Wissen über berühmte Autos.
Knigge-Test
Ermitteln Sie, wie souverän Sie sich auf dem gesellschaftlichen Parkett bewegen.
| Service | ||
|---|---|---|
Depot |
||