Samstag, 30. Juli 2016

VW-Abgasaffäre Winterkorn legt auch Vorsitz bei Audi nieder

Tschüss: Martin Winterkorn hat jetzt auch bei Audi sein Amt aufgegeben

Martin Winterkorn trennt sich in der Abgasaffäre schrittweise von seinen Posten. Nach dem Rückzug bei VW folgte ein Monat später die Trennung von Porsche. Nun legt er sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender bei Audi nieder.

Der frühere VW-Konzernchef Martin Winterkorn hat im Zuge der Affäre um manipulierte Abgaswerte am Mittwoch mit sofortiger Wirkung auch sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender bei der VW-Tochter Audi niedergelegt. Entsprechende Informationen der Ingolstädter Tageszeitung "Donaukurier" bestätigte ein Audi-Sprecher.

Winterkorn war wegen der Affäre um gefälschte von seinem Posten als VW-Vorstandschef zurückgetreten.

Der 68 Jahre alte Winterkorn war wegen der Affäre um gefälschte Abgasmesswerte bei Diesel-Autos am 23. September als VW-Boss zurückgetreten, um die Verantwortung zu übernehmen. Er beteuerte aber seine Unschuld und erklärte, nichts von den Vorgängen gewusst zu haben.

In der Folge war spekuliert worden, dass ihn die Affäre nicht nur jede Menge Geld, sondern auch sämtliche Posten kosten werde. Am 17. Oktober legte er auch den Aufsichtsratsvorsitz bei der Porsche-Holding PSE nieder. Nun verbleiben ihm noch seine Ämter bei der Lkw-Tochter von VW sowie im Aufsichtsrat bei Porsche. Unstrittig ist aber nur sein Aufsichtsratsmandat beim Fußballklub Bayern München. Der Job ist nicht an VW gekoppelt.

VW hatte im September zugegeben, dass in etwa elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Software eingesetzt wurde, die den Ausstoß von Stickoxiden im Testbetrieb als zu niedrig auswies. Vergangene Woche gestand das Wolfsburger Unternehmen zudem ein, dass bei vermutlich rund 800.000 seiner Autos der tatsächliche Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 höher ist als angegeben.

rei/sun/dpa/afp

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