Sonntag, 26. Juni 2016

Toyotas Management Die letzte Männer-Bastion?

Der Chef thront über allem - und um ihn herum nur Männer. Freilich in der Bildsprache ein wenig zugespitzt ...

Toyota verkauft bekanntlich Autos und das mit gutem Erfolg. Immerhin ist das japanische Unternehmen der weltgrößte Autobauer. Auf einem anderen Feld indes patzt der Konzern offenbar mit schöner Regelmäßigkeit.

Denn Frauen und Toyota, das scheint nicht zusammen zu passen. Fall eins, die Akte Hamp. Julie Hamp war im April 2015 mit viel Aplomb als erste Frau ins "executive level" Toyotas aufgenommen worden, wurde Kommunikationschefin. Erst die dritte Frau im Olymp der gesamten japanischen Autoindustrie! Doch bereits nach wenigen Monaten ging sie - weil sie offenbar Schmerzmittel ins Land bringen wollte, die gegen das japanische Recht verstießen.

Fall zwei ereignete sich an diesem Mittwoch. Präsident Akio Toyoda verkündete dort eine neue Runde beförderter Manager. Ergebnis? Mit Beginn April sind 52 von 60 Toyota-Entscheidern Japaner. Frauen finden nicht statt. Ein Toyota-Spezifikum? Offenbar nein.

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Denn Japan ist unter sieben Nationen so etwas wie die letzte Männerbastion, berichtet"Bloomberg". In Frankreich sind es fast 80 Prozent der börsennotierten Unternehmen, die mehr als 20 Prozent Frauen in Management-Positionen aufweisen. In Japan? 10 Prozent. In Deutschland sind es übrigens etwas über 40 Prozent.

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