Montag, 25. Juli 2016

Zu früh ausgestiegen Dieser Tech-Gründer verpatzte den Sprung zum Multimillionär

SMS einfacher schreiben: Swiftkey macht es möglich

Chris Hill-Scott ist in Deutschland kaum bekannt. Swiftkey hieß das Unternehmen, das er mit Jon Reynolds und Ben Medlock in England gegründet hatte. Deren Idee - ein Programm zu schreiben, das das Tippen auf Smartphones vereinfacht. Eine offenbar gute Idee.

Denn 2014 ließen Smartphone-Anbieter wie Apple solche extern programmierten Tastaturen auf ihren Telefonen zu. Und zuletzt machte Microsoft Nägel mit Köpfen - und kaufte das ganze Unternehmenn. Der Preis? 250 Million Dollar, wie "quartz" berichtet.

Jon Reynolds und Ben Medlock sollen jeweils 25 Millionen erhalten haben. Und Hill-Scott? Nichts. Denn der ist bereits 2008 ausgesteigen, weil ihn die langen Stunden im Büro langweilten. Verkauft hat er seine Anteile an seine zwei Mitgründer. Für ein Fahrrad.

Newsletter "Absteiger, Aufsteiger, Umsteiger"
"Der größte Fehler seines Lebens" twitterte Hill-Scott in Reaktion auf die Übernahme. Aus Swiftkey-Sicht liest sich das etwas anders. "Als das Unternehmen gegründet wurde, gab es drei Mitglieder", so eine Sprecherin. "Chris war ein Schulfreund von Jon und Ben ein Kollege aus der Universität. Zwei Monate nach Gründung verließ Chris Swiftkey im gegenseitigen Einvernehmen."

Nun arbeitet Chris Hill-Scott als Web-Entwickler für die britische Regierung. Und ist kein Millionär, sondern Besitzer eines Fahrrads.

Folgen Sie Arne Gottschalck auf twitter
Newsletter von Arne Gottschalck

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH