Sonntag, 24. Juli 2016

Sozialer Aufstieg Die Tellerwäscher-Lüge - wo der Aufstieg klappt und wo nicht

Vom Tellerwäscher zum Millionär: Der schnelle soziale Aufstieg ist angeblich in Amerika am besten möglich. Aber das stimmt nicht, wie eine Studie jetzt zeigt

Die USA gelten, so will es der Gründungsmythos und natürlich Donald Trump, als Paradies jener, die sich emporarbeiten können. Durch Fleiß, durch Glück ein Warren Buffet oder ein Elon Musk werden. Die soziale Transparenz, die Aufstiegschancen, sie seien so hoch wie sonst nirgends. Doch das ist offenbar nur ein Mythos, wie eine aktuelle Studie der Universität Stanford belegt. Das gilt vor allem im internationalen Vergleich.

Denn Amerika landet da nur auf den hinteren Rängen. Untersucht hatten die Wissenschaftler verschiedene Aspekte, zum Beispiel, wie weit sich das Gehalt des Sohnes von dem des Vaters entfernt hat. Verdient der Sohn deutlich mehr als sein Vater, spricht das für eine durchlässige Gesellschaft. Und ist der finanzielle Abstand gering, dokumentiert das eine eher undurchlässige Gesellschaft.

Analysiert wurden dabei nur wohlhabende Länder, um eine gewisse Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Fazit der Wissenschaftler: "Die Lotterie der Geburt ist in den USA weit wichtiger als in anderen Ländern", so "CNN Money".

Tatsächlich liegen die USA auf Platz 10 der Liste. Wegen der extremen Unterschiede in Sachen Wohlstand und wegen des ineffektiven Sicherheitsnetzes, sprich der Sozialprogramme, die Armut bekämpfen sollen. Diese Netze stellen offenbar nur die Hälfte der Mittel zur Verfügung, die eigentlich benötigt werden.

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