Der krisengeschüttelte US-Versicherungsriese AIG kommt nicht zur Ruhe. AIG-Chef Robert Benmosche hat einem Zeitungsbericht zufolge mit seinem Rücktritt gedroht.
Bangalore - Der Chef des teilverstaatlichten US-Versicherers sei insbesondere über Auflagen der Regierung wegen der milliardenschweren Staatshilfen "unglücklich", schrieb das "Wall Street Journal" am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Der AIG-Verwaltungsrat habe schockiert auf die Rücktrittsankündigung reagiert und Benmosche habe daraufhin zugesagt, seinen Entschluss zu überdenken. Bei AIG
war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
Der einst weltgrößte Versicherer hat im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise auf staatliche Unterstützung in Höhe von bis zu 180 Milliarden Dollar zurückgreifen müssen. Die Regierung kontrolliert dafür eine Beteiligung von 80 Prozent. Daher hat sie auch das Sagen bei der Bezahlung des Top-Managements. Benmosche übernahm den Chefsessel im Sommer von Maurice "Hank" Greenberg, der wegen des AIG-Absturzes in die Kritik geraten war. Benmosche soll sich wiederholt beschwert haben, die Kürzung der Managervergütung durch Washington machten es schwer, Spezialisten zu halten.
manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa
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