Dienstag, 26. Juli 2016

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Personalauswahl und der Bier-Test "Narzissten, Machiavellis und Psychopathen unbedingt vermeiden"

So nicht: Personalauswahl folgt wie der Straßenverkehr bestimmten Regeln

Den richtigen Bewerber zu finden, ist längt nicht mehr eine Frage des Bauchgefühls. Was statt dessen zählt, erzählt Andreas Frintrup, CEO der HR Diagnostics.

mm.de: Früher hieß es für die Personalauswahl schlicht: Würde ich mit dem neuen Mitarbeiter ein Bier trinken gehen. Stimmt das noch?

Frintrup: Das ist diagnostisch nicht völlig falsch. Gut miteinander klar zu kommen, ist ein wichtiges Element bei der Zusammenarbeit, aber es steht in der Hierarchie der Merkmale nicht ganz oben. Wichtiger sind fachliche und überfachliche Leistungsvoraussetzungen der Person, erst dann muss die Frage nach der Sympathie beantwortet werden. Was nutzt der beste Kumpel im Business, wenn die Leistung nicht stimmt? Dann schmeckt das Bier schnell schal.

mm.de: Welche Rolle spielen die nicht belegbaren Fähigkeiten, Hingabe zum Thema oder Konsequenz?

Frintrup: Die Personalpsychologie hat Messkonzepte für nahezu alle Merkmale, die beruflichen Erfolg und Leistung vorhersagen. Engagement, Motivation, Durchhaltevermögen - all das sind Eigenschaften, die sich zwar in keinem Schul- oder Universitätszeugnis finden, sich bei der Personalauswahl aber zuverlässig testen und messen lassen. Sogar Eigenschaften, die negativ mit dem Erfolg einer Organisation in Zusammenhang stehen, lassen sich vor der Einstellung feststellen - Narzissten, Machiavellis und Psychopathen nutzen sich selbst, schaden aber dem Unternehmen. Mit geeigneten Methoden können sie rechtzeitig erkannt und Schaden vermieden werden.

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