Montag, 11. Dezember 2017

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Umfrage unter 50 Nobelpreisträgern Wovor die schlausten Köpfe der Welt Angst haben


Sie tragen die höchste Auszeichnung der Wissenschaften: Fünfzig Nobelpreisträger hat "Times Higher Education" (THE), bekannt für die Rankings der besten Universitäten der Welt, zum aktuellen Stand von Forschung, Wirtschaft und Politik befragt. Statista hat ihre Antworten für manager-magazin.de visualisiert: Wovor fürchten sich die schlausten Köpfe der Menschheit?

Nur zwei der Befragten teilen dabei Elon Musks Furcht vor Künstlicher Intelligenz und sehen diese als größte Gefahr für die Menschheit. Wesentlich präsenter sind Bedenken um den Zustand der Umwelt - "der Klimawandel und die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit ausreichender Nahrung und Frischwasser sind ernste Probleme für die Menschheit", zitiert THE einen anonymen amerikanischen Nobelpreisträger.

Richard Roberts, 1993 mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt, kritisiert in diesem Zusammenhang Gegner von genmodifizierten Nahrungsmitteln: "Die offensichtliche Missachtung der wissenschaftlichen Ansichten wird hier zu einer weltweiten Krise führen." John Mather, Astrophysiker der Nasa und Phsysik-Nobelpreisträger des Jahres 2006, bringt derweil wissenschaftlichen Fortschritt als möglichen Ausweg ins Spiel: Erneuerbare Energien müssten günstiger werden als fossile Brennstoffe, erst dann würden die Menschen sehr schnell wechseln.

Platz 2 der Angst-Rangliste: ein Atomkrieg, den 23 Prozent der Befragten fürchten (die ungerade Zahl ergibt sich, weil einige mehr als eine Antwort gaben). Donald Trump, zentraler Protagonist der zuletzt wieder aufgeflammten Atomkriegsangst, wird derweil nur von zwei Preisträgern als Gefahr für die Menschheit genannt; einer von ihnen habe lakonisch hinzugefügt: "Ich bezweifle, dass die Wissenschaft da viel tun kann."

luk

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