Von Fredmund Malik
Ebit und Ebitda wurden als kaufmännische Vergleichsinstrumente erfunden. Als Führungsinstrumente des Managements missbraucht, hatten sie verheerende Wirkungen: Unternehmenslenker verloren den Zweck ihres Tuns aus den Augen.
Kein geringer Prozentsatz an Führungskräften scheint zu glauben, dass die Kenntnis von finanzwirtschaftlichen Mainstream-Kennziffern schon ein Befähigungsausweis sei. Das ist ein gefährlicher Irrtum.
Legt Wert auf Worte: Fredmund Malik
In unserer Consulting-Praxis am Management Zentrum St. Gallen haben wir spätestens seit dem Jahr 1984 mit Ebit in der Strategieberatung gearbeitet. So neu, wie manche glaubten, war diese Kennziffer nicht, als sie Mitte der neunziger Jahre in Mode kam.
Ebit wurde aber vor dem Anwachsen der Börsenblase selbstverständlich niemals dazu benutzt oder empfohlen, ein Unternehmen zu führen. Diese Kennziffer wurde ausschließlich eingesetzt, um Unternehmen zu vergleichen. Weil jede Firma eine andere Finanzierungs- und Steuersituation hat, war es nötig, ein Brutto- statt ein Netto-Ergebnis zu verwenden, um brauchbare Leistungsvergleiche anstellen zu können. Es mussten also die Zinsen und die Steuern aus dem Ergebnis eliminiert werden.
Was also für den Vergleich erfunden worden war, wurde unter dem Einfluss des Shareholder-Values in den neunziger Jahren zu einem Führungsmaßstab - der erste Schritt zur Falschführung.
ANZEIGE
Ihr direkter Draht zu 3241 Headhunter-Firmen
Die Partner von Placement24 besetzen mehr
als 30.000 Premium-Jobs p.a. ab 60.000 Euro.
Kostenfrei Profil hinterlegen.
Gehaltsbenchmark:
Deutschland, deine Unternehmer
Wer sind die Unternehmer im Lande? Wie haben sie ihre Firmen geschaffen, wie zum Erfolg geführt? Wer zieht sich zurück, und wer rückt nach? Hier lesen Sie alle bereits erschienenen Porträts.
Strategie: So haben grüne Geschäftsmodelle Erfolg
| Service | ||
|---|---|---|
Depot |
||