Freitag, 9. Dezember 2016

Wegen homophober Äußerungen Nike kündigt Boxer Manny Pacquiao

Manny Pacquiao: Künftig ohne Vertrag mit Nike

Nike Börsen-Chart zeigen hat den Vertrag mit Manny Pacquiao, einem der erfolgreichsten Boxer der Welt, wegen schwulenfeindlicher Äußerungen gekündigt. Pacquiao (37) hatte am Montag im philippinischen Fernsehen gesagt, homosexuelle Paare seien schlimmer als Tiere. Einen Tag später entschuldigte er sich via Twitter.

Der US-Sportsender ESPN zitierte am Mittwoch aus einem Statement Nikes, der Sportartikelhersteller betrachte Pacquiaos Äußerungen als absolut widerwärtig. "Wir haben keine Beziehung mehr zu Manny Pacquiao."

"Nike wendet sich entschieden gegen jede Form der Diskriminierung und hat eine lange Tradition, die Rechte von Schwulen und Lesben zu unterstützen", erklärte das Unternehmen. Die eigene Internetseite des Sportlers auf der Nike-Homepage war am Mittwoch nicht mehr erreichbar.

Pacquiaos Promoter: Er wollte Stimmen sammeln

Ein philippinischer Fernsehsender hatte den Boxer mit den Worten zitiert, Tiere seien besser als manche Menschen, weil sie Unterschiede zwischen den Geschlechtern erkennen würden: "Wenn Männer mit Männern und Frauen mit Frauen zusammen sind, dann sind Menschen schlimmer als Tiere." Laut Box-Promoter Bob Arum habe Pacquiao mit diesen Worten Stimmen sammeln wollen - er kandidiert für den philippinischen Senat, viele seiner Landsleute seien in der Frage nach einer Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ideen noch unentschieden.

Pacquiao ist einer der international berühmtesten (und bestbezahlten) Sportler von den Philippinen und dort auch bereits Kongressabgeordneter. Wegen seiner vielen Siege und seines zivilen Engagements gilt er im Land als Volksheld.

Der Box-Star gewann in seiner Karriere acht Weltmeisterschaften in verschiedenen Gewichtsklassen. Im Mai 2015 hatte Pacquiao den als "Kampf des Jahrhunderts" gepriesenen Fight gegen den Amerikaner Floyd Mayweather verloren.

luk / dpa-afx, AP

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