Dienstag, 24. April 2018

Deutschland-Fans wider Willen Diese Investoren halten deutschen Aktien die Treue

Was für eine Woche - allein am Donnerstag brach der Dax Börsen-Chart zeigen um 3,6 Prozent ein. Zum einen, weil zuletzt Zweifel aufkamen an der Leistungsfähigkeit der Weltwirtschaft: "Beunruhigend ist, dass die Zuversicht von Dienstleistungsunternehmen fällt und gleichzeitig das Vertrauen der Fertigungsindustrie nach einem längeren Einbruch feststeckt", so Jeremy Lawson, Chefvolkswirt von Standard Life Investments.

Zum anderen hat aber auch Mario Draghi zuletzt nicht so geliefert, wie es die Investoren gern hätten. Die EZB habe die Märkte enttäuscht, murrte Toby Nangle von Columbia Threadneedle. Draghi enttäuscht, titelt auch die Markteinschätzung von Frank Engels, dem Leiter des Rentenfondsmanagements bei Union Investment. Und, ganz unbritisch direkt, tadelt Simon Ward, der Chefvolkswirt bei Henderson Global Investors: "Die EZB hat ihre Kommunikationsstrategie mit Blick auf das Treffen übel gehandhabt". Weil die Märkte offenbar ein Mehr an Stimulus erwartet hatten und Aktien - enttäuscht - prompt fallen ließen.

Und dennoch gibt es eine ganze Reihe Investoren, hochbezahlte Finanzprofis mit einem gerüttelten Maß an Marktkenntnis, die der deutschen Aktie die Treue halten. Zum einen jene, die an die Stärke der deutschen Aktie und des Dax Börsen-Chart zeigen glauben. Die Überzeugungstäter, wenn man so will. Aber dann eben auch die, die müssen. Ein Überblick über die Typologie der Nibelungen wider Willen.

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