Freitag, 29. Juli 2016

Korruptionsskandal in Japan Wirtschaftsminister tritt unter Tränen zurück

Korruptionsskandal um Akira Amari: Japans Wirtschaftsminister tritt zurück

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Der japanische Wirtschaftsminister Akira Amari ist nach Korruptionsvorwürfen zurückgetreten. Der 66-jährige Politiker, der einen Schlüsselposten im Kabinett von Ministerpräsident Shinzo Abe hatte, kündigte am Donnerstag unter Tränen seinen sofortigen Rücktritt an. Der überraschende Schritt kam eine Woche, nachdem eine Wochenzeitschrift ihm vorgeworfen hatte, 12 Millionen Yen (92.000 Euro) von einer Baufirma angenommen zu haben.

Amari wies am Donnerstag den Vorwurf zurück, das Geld in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Vielmehr habe er seinen Sekretär angewiesen, die Briefumschläge mit Bargeld gemäß den Regeln für Parteispenden zu behandeln. Die Firma habe sich geweigert, einen Teil des Geldes zurückzunehmen, woraufhin sein Sekretär rund drei Millionen Yen für seinen "Privatgebrauch" verwendet habe, sagte der einflussreiche Politiker.

Amari sagte, die Wirtschaft sei nach 15 Jahren kurz davor, die Deflation zu überwinden. "Wir müssen so schnell wie möglich ein Paket von Gesetzen umsetzen für eine starke Wirtschaft und dabei alle Hindernisse vermeiden - ich werde keine Ausnahme sein", sagte Amari. Abe hat seit seinem Amtsantritt Ende 2012 bereits drei Minister in Korruptionsskandalen verloren. Der Rücktritt Amaris ist ein weiterer Rückschlag vor der wichtigen Parlamentswahl dieses Jahr.


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ts/AFP

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