Samstag, 16. Dezember 2017

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Vorwürfe angeblicher sexueller Belästigung Weinstein Company feuert Harvey Weinstein

Unfähig, sexistisch, cholerisch: Diese Gründer wurden gefeuert
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AFP

Der Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist nach Belästigungsvorwürfen von seinem Filmstudio entlassen worden. Die Direktoren der Weinstein Company (TWC) hätten entschieden, dass die Beschäftigung Weinsteins mit sofortiger Wirkung beendet sei, berichteten US-Medien in der Nacht unter Berufung auf eine Mitteilung des Unternehmens.

In einer Erklärung der TWC-Führung, die von mehreren Medien zitiert wurde, hieß es: "Im Licht neuer Informationen, die über das Fehlverhalten von Harvey Weinstein in den vergangenen Tagen bekannt wurden, haben die Direktoren der Weinstein Company - Robert Weinstein, Lance Maerov, Richard Koenigsberg und Tarak Ben Ammar - beschlossen und Harvey Weinstein entsprechend informiert, dass seine Anstellung bei der Weinstein Company mit sofortiger Wirkung beendet ist."

Bericht über Schweigegeld-Zahlungen

Die Weinstein Company steht hinter zahlreichen Hollywood-Erfolgen. 2010 produzierte sie das mit einem Oscar ausgezeichnete Drama "The King's Speech". Auch der Oscar-nominierte Film "Gangs of New York" und der Oscar-gekrönte Film "Shakespeare in Love" sind Weinstein-Produktionen.

Die "New York Times" hatte am Donnerstag berichtet, dass der Produzent angeblich über Jahrzehnte Schauspielerinnen und Mitarbeiterinnen seiner Firma belästigt hatte. Der Zeitung zufolge hatte Weinstein wenigstens acht Frauen mit Schweigegeld davon abgehalten, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Unter den mutmaßlichen Opfern sind die bekannten Schauspielerinnen Ashley Judd und Rose McGowan. Der 65-Jährige entschuldigte sich am Donnerstag und kündigte eine Auszeit an, um seine "Dämonen" in den Griff zu bekommen.

brt/dpa/AFP

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