Montag, 26. September 2016

Aldi und Lidl vs. Marks & Spencer Diesen Mann kostete der Preiskampf den Job

Marks & Spencer-Vorstand: Marc Bolland wird das Unternehmen verlassen

Es war ein Abgang mit Ansage - Marc Bolland wird ab April nicht mehr Herr über Marks & Spencer (M&S) sein. Damit dürfte ihm der Zangengriff von Aldi und Lidl auf den britischen Einzelhandel zum Verhängnis geworden sein. M&S verkündete am Donnerstag, der 56-jährige würde sich nach sechs Jahren an der Spitze des Unternehmens zur Ruhe setzen. Sein Nachfolger würde Steve Rowe werden, seit 2012 im Unternehmen.

M&S verkündete die Personalie zeitgleich mit der Offenlegung der Verkaufszahlen des dritten Quartals, das auch das Weihnachtsgeschäft mit umfasst. Dieser Zeitabschnitt gilt für das Unternehmen als besonders wichtig, weil es eben nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Kleidung verkauft und damit potentielle Weihnachtsgeschenke. Und das mit der Strategie, Sakkos und Sandwiche gleichermaßen zu verkaufen, lange gut gefahren ist. Doch in den vergangenen Jahren greift die Strategie nicht mehr wie gewohnt.

Sakkos und Sandwiche genügen nicht mehr

Das schlägt sich auch in den aktuellen Zahlen nieder. Armselig nennt sie "CNBC"

Schon seit einem halben Jahr kennt der Börsenkurs fast nur eine Richtung - abwärts. Der Gedanke, dass Großaktionäre nun Druck gemacht, vielleicht auch auf die Demission Bollands gedrängt haben könnten, liegt daher nahe. Zumal vor einem Jahr genau das schon einmal geschehen ist.

Newsletter von Arne Gottschalck
Bereits damals hatte M&S schwache Weihnachtszahlen präsentiert. Und bereits damals drängten Investoren Bolland, die Margen zu erhöhen. Nun scheinen sie sich durchgesetzt zu haben - auch wenn Robert Swannell aus dem Aufsichtsrat des Unternehmens diese Schlussfolgerung von sich weist, wie der"Telegraph" berichtet.

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