Mittwoch, 24. August 2016

Margaritoff zahlt Millionen für Mini-Anteil Ex-Hawesko-Eigner steigt beim HSV ein

Wein, Weib und Tamtam: Alexander Margaritoff mit TV-Journalistin Judith Rakers beim 50. Geburtstag seines Konzerns Hawesko im April 2014.
Getty Images for hawesko.de
Wein, Weib und Tamtam: Alexander Margaritoff mit TV-Journalistin Judith Rakers beim 50. Geburtstag seines Konzerns Hawesko im April 2014.

Der ehemalige Eigentümer des größten deutschen Weinspezialisten, Hawesko (Jacques' Wein-Depot), steigt in das Fußball-Geschäft ein. Alexander Margaritoff hat laut Handelsregister 3,849 Millionen Euro in die HSV Fußball AG investiert, die das Profi-Geschäft des Vereins führt. Dafür erhält der 63-Jährige einen Anteil von 0,79 Prozent.

Margaritoff ist der dritte Unternehmer nach dem Logistiker Klaus-Michael Kühne (Anteil: rund 7,5 Prozent) und dem Agrar-Unternehmer Helmut Bohnsack (1,5 Prozent), der sich an dem Fußball-Unternehmen beteiligt. Zwar sind die Aktien formal gewinnberechtigt, tatsächlich aber ist das Investment derzeit vor allem Liebhaberei. Der HSV rechnet im laufenden Jahr mit einem zweistelligen Millionen-Minus.

Der Ex-Weinhändler hatte die Verhandlungen zum Einstieg in den HSV bereits im Frühsommer abgeschlossen. Damals hatte manager-magazin.de bereits exklusiv über einen dritten Investor berichtet, ohne aber dessen Identität zu kennen.

Margaritoff hatte sich zu Beginn des Jahres einen heftigen öffentlichen Machtkampf mit seinem Großaktionär Detlev Meyer geliefert hatte, der sein Vermögen mit den Textilmarken Street One und Cecil erwirtschaftet hatte. Schließlich hatte er sich geschlagen gegeben, seinen Anteil von rund 30 Prozent an Meyers Holding Tocos verkauft und sein Amt als Vorstandschef zum 30. Juni niedergelegt. Der Hawesko-Konzern ist in den drei Geschäftsfeldern Versandhandel, Groß- und Einzelhandel tätig. Zu dem Unternehmen gehört auch die Filialkette Jacques' Wein-Depot mit 284 Niederlassungen in Deutschland und 2 in Österreich. Der Konzernumsatz soll 2014 bei rund 465 Millionen Euro liegen, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen bei 25 Millionen Euro.

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