Freitag, 9. Dezember 2016

Früherer BayernLB-Vorstand Ex-Banker Gribkowsky kommt vorzeitig frei

Ex-Banker Gribkowsky (als Zeuge im Ecclestone-Prozess): Ab März auf Bewährung

Er kassierte 44 Millionen Dollar Schmiergeld von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und wurde dafür verurteilt. Jetzt kommt der Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky schon Anfang März vorzeitig aus dem Gefängnis frei.

Der frühere BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky kommt vorzeitig aus dem Gefängnis. Am 3. März werde der Rest seiner Haftstrafe auf Bewährung ausgesetzt, sagte eine Sprecherin des Landgerichts München am Montag. Der Banker hatte von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone heimlich 44 Millionen Dollar eingesteckt und war wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Er war seit Januar 2011 in Haft, ist allerdings schon seit Oktober 2013 Freigänger.

Als Risikovorstand der BayernLB hatte Gribkowsky die Anteile der Landesbank an der Formel 1 im Jahr 2006 an einen Investor verkauft. Vor Gericht gestand er im Jahr 2012, Schmiergeld von Ecclestone kassiert und nicht versteuert zu haben.

Tagsüber arbeitet Gribkowsky derzeit bei einem Baukonzern, abends und am Wochenende muss er zurück in Haft. Eine Sprecherin des österreichischen Baukonzerns Strabag sagte der "Welt am Sonntag": "Wir haben keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass Herr Dr. Gribkowsky auch weiterhin für uns tätig sein wird."

nck/dpa

Nachrichtenticker

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH