Donnerstag, 30. Juni 2016

Neuer Zurich-Chef Greco verlässt Generali für Rivalen

Generali-Chef: Mario Greco wechselt zum Konkurrenten Zurich

Newsletter "Absteiger, Aufsteiger, Umsteiger"
Der europaweit fünftgrößte Versicherer Zurich ist auf der Suche nach einem neuen Chef beim italienischen Rivalen Generali fündig geworden. Generali-CEO Mario Greco übernehme die Leitung des Konzerns zum 1. Mai, teilte das Schweizer Unternehmen am Dienstagabend mit. Der Manager selbst erklärte, wie viele Mitbewerber sei Zurich mit Marktherausforderungen konfrontiert. "Aber ich weiß, dass Zurichs globale Aufstellung, die Breite und Tiefe des Talentpools und die starke Marke alle Zutaten für eine erfolgreiche Zukunft bieten." Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits von Insidern erfahren, dass Greco als Generali-Chef zurücktritt und wohl zu Zurich wechselt.

Der 56-Jährige galt als Favorit für die Nachfolge von Martin Senn an der Konzernspitze. Dieser hatte nach einer Gewinnwarnung wegen hoher Schadenszahlungen und Altlasten sowie der geplatzten Übernahme des britischen Versicherers RSA im Dezember seinen Sessel geräumt.

Greco ist mit dem größten Schweizer Versicherer vertraut: Bevor er Mitte 2012 bei Generali anheuerte, leitete er dort das Schadenversicherungsgeschäft. Greco brachte Generali auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise wieder auf Kurs. Unter seiner Führung verkaufte der drittgrößte Versicherer Europas Vermögenswerte für vier Milliarden Euro, senkte die Kosten und polsterte sein Kapital auf. Der Aktienkurs hat sich seit seinem Antritt nahezu verdoppelt.

Am Dienstag sackten die Generali Börsen-Chart zeigen-Aktien um mehr als drei Prozent ab. Die Anteile der Zurich legten indes um 0,6 Prozent zu. Dies war allerdings weniger als der Zürcher Gesamtmarkt.


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ts/Reuters

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