Freitag, 29. Juli 2016

Geld verdienen ohne Mühe Paul Zemsky verdient Millionen mit "Faulheit"

Nein, dieser Mann ist es nicht, der mit Faulheit Millionen verdient. Aber er symbolisiert trefflich, wie an der Börse ohne Aktionismus Geld erwirtschaftet werden kann.

Geld entsteht an der Börse durch schnelle Entscheidungen, durch Hochleistungscomputer, die die Märkte auf Signale durchforsten. Stimmt, aber eben nur zum Teil. Geld entsteht an der Börse eben auch durch langfristiges Investieren, durch Analyse und Geduld. Nur wird das immer wieder vergessen.

Paul Zemsky
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    Paul Zemsky ist CIO von Voya Investment Management
Paul Zemsky kann ein Lied davon singen. Er ist das Gesicht einer Anlageidee, die aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Denn er ist Chief Investment Officer (CIO) von Voya Investment Management und damit der Mann, der die Anlageideen des Unternehmens vertritt.

Darunter auch die eines Fonds, den es schon seit 1935 gibt. Eines Fonds, den es seitdem mehr oder weniger unverändert gibt.

Man wähle sorgsam die 23 wichtigsten Unternehmen des Landes, kaufe deren Aktien und mache damit dann - nichts. Ein Faulpelz-Fonds, wie "Fondsprofessionell" schreibt. Und Zemsky macht damit Millionen.

Denn in der Rückschau zeigt sich, dass die Manager, verständlicherweise gab es im Lauf der Jahrzehnte schon einige davon, fast nie eine Aktie verkauft haben. Nur selten, zum Beispiel bei Unternehmenszusammenschlüssen, wurde der Voya Corporate Leaders angepasst. Und das scheint sich zu rechnen. Vermutlich, weil die auf Dauer das Ergebnis belastenden Transaktion wegfallen.

Auch Berkshire Hathaway steckt im Faulpelz-Fonds

Ein Startkapital von 10.000 Dollar sei heute auf mehr als 30 Millionen Dollar angewachsen, inklusive der Dividenden, rechnet "Fondsprofessionell" vor. Und in den vergangene 45 Jahren hat der Fonds sowohl den S&P 500 als auch den Dow Jones geschlagen, inklusive Dividenden.

Unter anderem mit dem Investment in ein Unternehmen, dessen Chef schon immer langfristiges Investieren predigte. Warren Buffett, sein Unternehmen Berkshire Hathaway macht rund 11 Prozent des Fonds aus.

Buffett empfahl übrigens seiner Frau, Geld in ETF zu stecken, die in der Regel breit streuen, wenig kosten und einen langen Anlagehorizont haben. Wenn man so will, ist das ebenfalls ein Faulpelz-Investment.

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