Donnerstag, 27. Juli 2017

1,1 Billionen gegen Nestlé, Kraft & Co. Kein Fleisch - milliardenschwere Investoren greifen an

Es gibt viele Gründe, kein Fleisch zu essen. Das sehen auch Investoren mittlerweile so

Weniger Fleisch, mehr Gemüse - das liest sich wie moderne Ernährungshinweise. Doch es ist auch das Petitum einer Gruppe von Großinvestoren, die sich mit der globalen Nahrungsmittelindustrie anlegt.

40 Finanzhäuser, die zusammen 1,1 Billionen Euro bündeln, positionieren sich gegen 16 multinationale Nahrungsmittelkonzerne wie Kraft Heinz Börsen-Chart zeigen, Nestlé Börsen-Chart zeigen, Tesco und Wal-Mart Börsen-Chart zeigen. Ihr Ziel? Die "Großen" sollen weniger Fleisch produzieren, stattdessen pflanzliches Protein. Am Montag landete ein entsprechend formulierter Brief in den Konzernzentralen, die Phase der Gespräche ist damit eingeläutet.

Wie die Nahrungsmittelindustrie auf diese Aufforderung reagiert, ist nicht verbürgt. Allerdings dürfte die schiere Finanzmacht der Interessengruppe schon Eindruck machen.

Mit dabei sind übrigens unter anderem verschiedene schwedische Pensionsfonds, Aviva Investors, Nordea und Robeco, berichtet "fundseurope". Warum die konzertierte Aktion mit Namen "proteine shake up"? Weil die Produktion pflanzliches Eiweißes weniger schädlich für die Umwelt ist als die von tierischem Eiweiß, heißt es zur Begründung.

Eine Angelegenheit für Investoren? Ja, denn über ihre Beteiligungen haben sie ein Mitspracherecht bei den Unternehmen. Deswegen sind es auch nur börsennotierte Firmen, die einen Brief erhalten haben.

Und nur jene, die eine erheblichen Marktanteil haben, auf deren Wort gehört wird, wie es auf Nachfrage heißt. Deutsche Unternehmen wie Tönnies Lebensmittel fanden entsprechend keine Aufnahme in die Liste.

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