Sonntag, 4. Dezember 2016

Job als AR-Chef bei Blackrock Deutschland Was Friedrich Merz zum Finanz-Goliath ziehen könnte

Friedrich Merz: Auf dem Sprung in den Blackrock-Aufsichtsrat?

Eine Reihe Medien, darunter die "FAZ", vermelden, Friedrich Merz zöge es zu Blackrock. Genauer, er solle Chef des Aufsichtsrats der Deutschlandtochter des größten Vermögensverwalters der Welt werden. Blackrock selbst gab auf Anfrage keinen Kommentar ab.

Merz war lange Spitzenpolitiker der CDU und unter anderem zwischen 2000 bis 2002 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Forderung, jeder solle seine Steuererklärung auf einem Bierdeckel erledigen können.

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Inzwischen ist Merz 60 Jahre alt und arbeitet als Anwalt, als "senior counsel", bei der Kanzlei Mayer Brown. Zuvor war er dort "Equity-Partner"- ein Rückschritt, wie manager magazin online seinerzeit schrieb. Erfahrung im strengen Blick auf Unternehmen hat er indes - er ist Aufsichtsrat unter anderem bei HSBC Trinkaus & Burkhardt (Stand Dezember 2015) und bei der Deutschlandtochter von Axa. Blackrock dürfte es bei der Personalie aber um etwas anderes gehen als Merz' Kenntnisse des deutschen Aufsichtsrechts.

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Der Zugang zu den Zirkeln der deutschen Politik ist es, der Blackrock locken könnte. Denn das Unternehmen arbeitet akribisch daran, auch in Deutschland voranzukommen. Dazu gehört es auch, die traditionelle Investment-Skepsis der deutschen Politiker aufzuweichen. Denn je wohlwollender die Politik auf die private Geldanlage blickt, umso eher dürfte sie auch geneigt sein, sie ein wenig zu fördern.

Merz wiederum hat in der Vergangenheit wenig Berührungsängste mit dem Investment-Thema gezeigt. 2005 beispielsweise hat er den Hedgefonds TCI beraten. Für Blackrock also könnten die Kontakte zählen - und für Merz?

Für ihn dürfte vielleicht die Tatsache eine Rolle spielen, dass Blackrock eben der größte Vermögensverwalter der Welt ist und damit eine echte Adresse.

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