Freitag, 29. Juli 2016

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Rätsel um chinesischen Milliardär Fosun-Chef Guo wieder aufgetaucht

Der "Warren Buffet" Chinas: Der Milliardär und Gründer des Fosun-Imperiums, Guo Guangchang, ist wieder aufgetaucht

Nach seinem Verschwinden in der vergangenen Woche ist der Gründer des chinesischen Investors Fosun, Guo Guangchang, erstmals wieder öffentlich aufgetreten. Guo habe an einer Firmenveranstaltung in Shanghai am Montag teilgenommen, sagten zwei Anwesende der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Milliardär habe weder Auskunft über seinen zwischenzeitlichen Verbleib gegeben noch Bezug auf eine Fosun-Erklärung vom Sonntag genommen, wonach der Fosun-Gründer die chinesischen Behörden bei Ermittlungen unterstützt. Er habe lediglich zur Strategie und dem Geschäft der Investmentgesellschaft gesprochen, die unter anderem um das deutsch-britische Institut BHF Kleinwort Benson und die Privatbank Hauck & Aufhäuser buhlt. Eine Firmensprecherin wollte keine Details über die Veranstaltung bekanntgeben.

Das Verschwinden des 48-Jährigen, über das manager-magazin.de berichtete, hatte in der vergangenen Woche dazu geführt, dass die Fosun-Aktie vom Handel ausgesetzt wurde. Investoren befürchteten, dass sich die Affäre rund um den Gründer auf das Geschäft der Firma auswirken könnte, die unter anderem an der Ferienresort-Kette Club Med und dem britischen Reisekonzern Thomas Cook beteiligt ist. Am Montag ging es für den Anteilsschein in der Spitze um bis zu 13,5 Prozent abwärts.

Die chinesische Regierung hat in den vergangenen Monaten ihre Anti-Korruptionsermittlungen vor allem im Finanzsektor deutlich ausgeweitet. Dabei war zwischenzeitlich bereits Guos Name gefallen. Guo hat ein Imperium aus verschiedenen Firmen aufgebaut, das vom Versicherungs- über den Banken- bis in den Freizeitsektor reicht. Sein Privatvermögen wird auf 5,7 Milliarden Dollar geschätzt.


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ts/Reuters

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