Freitag, 30. September 2016

Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn arbeitet künftig für ukrainische Bank

Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn: Neue Aufgabe in der Ukraine

Die ukrainische Bank Kredit Dnipro hat ein neues prominentes Mitglied: Der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, rückt in den Aufsichtsrat des Geldhauses.

Neben dem Franzosen arbeiteten künftig fünf weitere internationale Finanzexperten als Berater der Bank, berichtete die russische Zeitung "Komsomolskaja prawda". Die Bankdirektorin Jelena Malinskaja bezeichnete den Schritt als eine "großartige Möglichkeit", sich mit der "einzigartigen Erfahrung" der ranghohen Ökonomen Unterstützung zu holen.

Die 1993 gegründete Bank Kredit Dnipro hat nur einen Aktionär: eine Firma, die dem Großunternehmer und Milliardär Wiktor Pintschuk gehört. Er ist der Schwiegersohn von Ex-Präsident Leonid Kutschma und gilt nach Rinat Achmetow als zweitreichster Mann der Ukraine.

Strauss-Kahn war 2011 wegen Vergewaltigungsvorwürfen von seinem Posten als IWF-Chef zurückgetreten. Der in Frankreich als DSK bekannte einstige Spitzenpolitiker musste auch seine Ambitionen aufgeben, 2012 für die Sozialisten als Präsidentschaftskandidat anzutreten. Strafrechtlich landete der Vorwurf nie vor Gericht, eine Zivilklage wurde außergerichtlich beigelegt.

Im vergangenen Jahr war er vom Strafgerichtshof in Lille vom Vorwurf der organisierten Zuhälterei freigesprochen worden. In dem Prozess gegen Strauss-Kahn und 13 weitere Angeklagte ging es um zwölf Sexpartys in den Jahren 2008 bis 2011.


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brk/dpa

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