Donnerstag, 1. September 2016

Weltfrauentag Ausgerechnet Polter-Investor Icahn als Frauenversteher?

Carl Icahn: Als Investor geht er mit harten Bandagen vor

Der 8. März ist Weltfrauentag. Da passt es ins Bild, dass der Internationale Währungsfonds (IMF) diese Woche eine Studie vorstellte, der zufolge Frauen in Vorstandsebene den Unternehmen gut tun. Wenig überraschend ist auch die Tatsache, dass IMF-Direktorin Christine Lagarde lobende Worte für die Studie findet, wie "quartz" berichtet.

Doch etwas anderes könnte tatsächlich überraschen. Denn ausgerechnet der Polterinvestor Carl Icahn hat sich zu dem Thema zu Wort gemeldet.

Icahn, ein Frauenversteher? Fast klingt es so. "Wir haben mit vielen Gremien im Lauf der Jahre gearbeitet und in vielen Fällen Frauen unterstützt. Und in manchen Fällen haben wir hart gekämpft, sie wegen ihrer Fähigkeiten zu halten", zitiert ihn "bloomberg".

Seltsam nur, dass die Zahlen eine ganz andere Sprache sprechen. In den vergangenen fünf Jahren habe Icahn 42 auf 92 entscheidende Sitze gehoben, zählt "bloomberg" auf. Nur eine davon war eine Frau. Das gleiche Bild bei aktivistischen Investoren wie Dan Loeb und sein Fonds Third Point Partners sowie Jeffrey Ubben von ValueAct Capital Management. Rechnet man seit Beginn 2011, hätten die fünf größten aktivistischen Fonds 108 Board-Positionen von ihren Kandidaten besetzen lassen. Frauen wurden nur elfmal nominiert. Und erhielten 8 Sitze.

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Auch im S&P 500 sind Frauen in entscheidenden Positionen nur in 19 Prozent aller Fälle zu finden. Ausgerechnet Polter-Investor Icahn als Frauenversteher? Im Licht dieser Zahlen wohl kaum.

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