Haben BenQ-Topmanager im Zusammenhang mit der Pleite der deutschen Mobilfunktochter Insidergeschäfte getätigt? Die Finanzaufsicht in Taiwan vermutet dies offenbar. Sieben Entscheider wurden bereits festgenommen, darunter auch der Finanzchef des Elektronikkonzerns.
Taipeh - Die Ermittler wollen Yu befragen, ob Topmanager von BenQ
Insidergeschäfte getätigt haben, bevor der Konzern im September die Insolvenz seiner deutschen Handy-Tochter erklärte hatte. Insgesamt seien sieben Personen festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bis auf Yu seien alle anderen aber wieder gegen eine Kaution auf freien Fuß. Gegen BenQ-Chef Lee Kuen-Yao werde nicht ermittelt.
BenQ zufolge seien unter anderem die Finanzmanager Alex Liou und Billy Liou gegen eine Kaution wieder freigelassen worden. Das Unternehmen erklärte, die Ermittler zu unterstützen. Am Dienstag hatten Staatsanwaltschaft und Polizei die BenQ-Zentrale durchsucht. Die Aktien des Unternehmens brachen daraufhin am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren ein.
Taiwans Finanzaufsicht vermutet, dass BenQ noch vor der Vorlage eines Quartalsverlust im Oktober Aktien verkauft haben könnte, nachdem es dem Unternehmen nicht gelungen war, seine deutsche Tochter BenQ Mobile vor der Pleite zu bewahren. BenQ Mobile Deutschland war Ende September mit 3000 Mitarbeitern überraschend zusammengebrochen, nachdem der Mutterkonzern der erst ein Jahr zuvor von Siemens
übernommenen Tochter den Geldhahn zugedreht hatte.
manager-magazin.de mit Material von reuters
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