Donnerstag, 26. Mai 2016

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Mehr Gewinn, mehr Dividende, mehr Mitsprache Adidas-Chef kommt neuen Großinvestoren entgegen

Herbert Hainer: Der Adidas-Chef legt mit seiner letzten Bilanz ein Comeback hin. Eine höhere Dividende und mehr Mitsprache dürften auch die neuen Großaktionäre zufriedenstellen - vorerst jedenfalls

Die neuen Großaktionäre dürften es mit Zufriedenheit zur Kenntnis nehmen: Adidas Börsen-Chart zeigen hat 2015 seinen Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert und nach dem Einbruch im Jahr 2014 ein echtes Comeback hingelegt. Davon sollen die Aktionäre mit einer höheren Dividende profitieren. Für das laufende Jahr versprach der im Herbst scheidende Vorstandschef Herbert Hainer ebenfalls zweistellige Wachstumsraten.

Zuvor war bekannt geworden, dass Adidas den neuen Großaktionären - dem ägyptischen Milliardär Nassef Sawiris und dem Co-Chef des belgischen Konzerns Groupe Bruxelles Lambert, Ian Gallienne - mehr Mitsprache über einen Sitz im Aufsichtsrat einräumen will. Sie wollen künftig über die Strategie und die Besetzung der Chefetage mitentscheiden. Das dürfte sich nach einem Bericht "FT" bereits in Gesprächen Ende 2015 abgezeichnet haben.

Die beiden Investoren sollen mit der nächsten Hauptversammlung am 12. Mai in das Kontrollgremium aufrücken, hatte Adidas am Mittwochabend mitgeteilt. Der Aufsichtsrat werde dafür vergrößert.

Die neuen Investoren kennen sich gut

Sawiris war im vergangenen Jahr bei Adidas eingestiegen und zählt mit mehr als 5 Prozent der Stimmrechte gleichwohl zu den größten Einzelaktionären bei Adidas. Der Investor, der mit der niederländischen Bau- und Chemiegruppe OCI ein Vermögen machte, hatte im November angekündigt, er sei "an einem konstruktiven Dialog" mit dem Management interessiert.

2015 hatte sich Sawiris mit dem US-Investor Mason Hawkins und dessen Fondsgesellschaft Southeastern Asset Management verbündet, um Einfluss auf ausgewählte europäische Firmen zu nehmen.

Southeastern kommt bei Adidas auf mehr als 3 Prozent der Anteile. Hinter der Groupe Bruxelles Lambert steht der belgische Milliardär Albert Frere. Die Gruppe hält ebenfalls mehr als 5 Prozent an Adidas. Gemeinsam mit Sawiris führte Frere den Zementkonzern Lafarge in die Fusion mit dem Schweizer Rivalen Holcim.

In den Statistiken des Magazins "Forbes" führen beide Unternehmer die Listen der reichsten Männer ihrer Heimatländer an. Wenn Sawiris und Gallienne in den Aufsichtsrat einziehen, wächst das Gremium auf 16 Mitglieder.

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