Google-Chef Eric Schmidt hat wieder einmal die Maxime des Konzerns hervorgehoben, die Welt verbessern zu wollen. Diesmal sollen die US-Zeitungen etwas vom Kuchen abbekommen. Wie genau Google der Branche helfen will, verriet Schmidt allerdings nicht.
San Francisco - Das Internetunternehmen Google
will der unter drastisch sinkenden Einnahmen leidenden Zeitungsbranche helfen. Dies sei ein "moralischer Imperativ", sagte Google-Chef Eric Schmidt in San Francisco.
Der von Google kürzlich erworbene Werbedienst Doubleclick könnte den Zeitungen helfen, mit ihren Onlineangeboten zusätzliche Einnahmen zu generieren. Details nannte Schmidt nicht. Es sei aber möglich, "beträchtliche" Einnahmen mit dem Service zu generieren. Vermutlich sei es dennoch nicht möglich, die großen Gewinne wieder zu erreichen, die Verleger früher mit gedruckten Anzeigen erzielten, räumte Schmidt ein.
Schmidt erläuterte in San Francisco auch die Google-Maxime "Don't be evil" - im Sinne von: Handle nicht schlecht. Ziel von Google sei nicht, aus allem Geld zu machen, sondern die Welt zu verbessern, sagte er. Hierzu zähle auch das Engagement des Unternehmens im Bereich Erneuerbare Energien und Gesundheitsvorsorge sowie das Bemühen, Politik transparenter zu machen.
Offensichtlich fällt hierunter auch das Bemühen um die Zeitungsbranche, die unter den ins Internet abwandernden Anzeigenerlösen leidet.
Google hat Doubleclick im März nach einer genauen Prüfung der US-Kartellbehörden für 3,2 Milliarden Dollar erworben. Die Wettbewerbshüter hatten untersucht, ob Google mit dem Service nicht eine zu starke Stellung in dem 40 Milliarden Dollar schweren Online-Markt erreicht.
Doubleclick ist seit seiner Gründung 1996 ein Pionier der Onlinewerbung, da seine Technologie die Platzierung von Werbung erleichtert und gleichzeitig deren Effektivität verfolgt. Das Unternehmen ist einer der größten Anbieter für Onlinemarketing-Lösungen. Wie in der Branche üblich hat das Doubleclick in den vergangenen Jahren verstärkt sogenannte Targeting-Systeme auf den Markt gebracht.
manager-magazin.de mit Material von ap
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